Sweetcron: Lifestream im Eigenbau
Aufgrund der gerade zurückliegenden re:publica ‘09 war es in den letzten (die ja auch die ersten sind) Tagen hier relativ ruhig, dafür Entschuldigung.
Sweetcron – Der Baukasten für den eigenen Lifestream
Sweetcron ist bereits seit längerem auf dem Markt, aber noch relativ unbekannt. Es versucht das “Wordpress des Lifestreamings” zu sein – der Baukasten für den eigenen Lifestream.
Auf der Sweetcron-Projektseite muss man sich allerdings erst mit seiner E-Mail-Adresse eintragen, um an den eigentlich frei verfügbaren Downloadlink bei Google Code zu kommen. Für mich wirkt das eher abschreckend, vielleicht auch ein Grund, wieso Sweetcron aktuell noch relativ unbekannt ist.
Sweetcron selbst setzt eigenen Webspace mit PHP5 und MySQL 4.1 voraus, lässt sich problemlos installieren. Zwei Themes werden mitgeliefert, so dass nach bereits 5 Minuten die erste Version des eigenen Lifestreams steht.
Danach fängt die Einarbeitung in das etwas eigenwillige System, was allerdings mit etwas HTML und PHP-Grundkenntnissen zu bewältigen sein sollte. Sweetcron kann grundsätzlich alle RSS-Feeds aggregieren, die öffentlich zugänglich sind. Mir wurde hier schlagartig nochmal das Potenzial von RSS bewusst: Twitter, Qype, Facebook, Last.fm, GoogleReader – alle liefern sie (mehr oder weniger) brauchbare Feeds für die eigenen Aktivitäten aus. Die Feed-URL gibt man einfach im Adminpanel an und schon zieht Sweetcron sich die Daten.
Im eigenen Theme muss man dann noch – etwas umständlich – die Ausgabe für jede URL definiert werden, eine Standardoption gibt es hier nicht. Allerdings kann man sich hier an die vorhandenen Vorlagen klammern und diese leicht anpassen. Diverse Plugins sorgen dafür, dass favorisierte YouTube-Videos direkt eingebunden werden, gepostete FlickR-Fotos direkt erscheinen, einzig das Last.fm-Plugin zur Einbindung eines Flash-Players verursachte bei mir unregelmäßige PHP-Fehler.
Daneben lässt sich Sweetcron noch halbwegs als Blog missbrauchen, da sich eigene Beiträge posten lassen. Der Editor funktioniert allerdings, Wikipedia-Like, nur mit Text-Befehlen und ist relativ unkomfortabel. Wer allerdings sowieso mit Sweetcron selten oder gar nicht bloggen will, kann darauf auch gut verzichten.
Handarbeit – Statische Seiten mit Sweetcron
Auch statische Seiten sind mit Sweetcron möglich, z.B. eine Kontaktseite oder eine Seite über den Autor. Hier muss allerdings persönlich Hand an den Code gelegt werden, ein Editor o.Ä. gibt es nicht.
Dieser Umstand führt auch zwangsläufig dazu, dass man sich verstärkt mit externen Diensten z.B. für ein Kontaktformular oder die Diskussion beschäftigt.
Sweetcron im Einsatz
Wer Sweetcron einmal in Aktion sehen will, kann dies am besten auf der Seite von YongFook, dem Entwickler von Sweetcron.Auch ich habe meine persönliche Seite auf Sweetcron umgestellt und bin noch über den Stream von Manuela (Pixelgraphix) gestolpert, die dem ganzen auch ein ansehnliches Layout verpasst hat.
Fazit: Ein paar Bedenken
Sweetcron ist eine wunderbare Sache, lässt sich doch die eigene Seite ohne zusätzlichen Aufwand aktuell halten. Aus diesem Grund setze ich Sweetcron auch selber ein. Allerdings habe ich noch ein paar ungesicherte Bedenken: Zum einen bin ich mir über die Sicherheit von Sweetcron noch unklar, deshalb habe ich es in einem abgeschotteten Bereich auf meinem Server installiert. Die andere Unklarheit betrifft die Perfomance, die ich bei Sweetcron im Auge behalten werde. Manchmal habe ich das subjektive Gefühl, die Seiten werden langsam ausgeliefert. Hardwareseitig sind aber definitiv genügend Ressourcen vorhanden.
Das letzte Update von Sweetcron erschien im September und ich bin weiterhin gespannt, wie die Entwicklung voranschreitet.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Ben am 4. April 2009 um 14:15 veröffentlicht und unter Sweetcron abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |



vor 1 Jahr
Ist interessant das ganze mit Sweetcron und ich teste es auch schon seit einigen Tagen und habe es im Einsatz. Na mal schauen, wie es so ankommt.