Dokumente online zugänglich machen mit Scribd
PDF-Dateien am Bildschirm lesen ist nicht jedermanns Sache. Selten sind diese für das Lesen am Bildschirm optimiert und das macht das Lesen etwas anstregend. Für ein berufliches Projekt habe ich nun den kostenlosen Online-Dienst Scribd verwendet, dass aus sämtlichen Dateiformaten eine einbettbare Flash-Version erzeugt, die auch durchsucht werden kann.
Die Vorteile von Scribd
Scribd zu nutzen ist im Grunde recht einfach: Eine Datei in einem der unterstützten Format (PDF, Word, Excel, OpenOffice, etc) hochladen und Scribd erzeugt automatisch die durchblätterbare Flash-Version, samt Codes zum Einbetten. Der Upload erfolgt entweder über einen komfortablen Flash-Uploader (eine alternative Version ist auch vorhanden) oder mit dem verfügbaren Desktop-Uploader. Scribd will es dem Nutzer so einfach wie möglich machen.
Nach dem Upload könnt ihr nun den Link verteilen oder den iPaper genannten Viewer direkt auf eurer Seite einbinden. Euer Besucher muss nun nicht extra die Datei herunterladen oder öffnen, sondern kann direkt darin lesen. Der größte Vorteil ergibt sich hier sicherlich, wenn die Quelldokumente aus einer Textverarbeitung wie Word oder dem Writer stammen: Das exportieren in das PDF-Format entfällt und man kann die Datei direkt zur Verfügung stellen. Scribd beschreibt diesen Vorteil selbst damit, es sei so einfach wie YouTube-Videos gucken.
Wenn man es entsprechend freigibt, kann der Besucher das Dokument auch selbst lokal abspeichern oder auch auf seiner eigenen Seite einbinden. Für WordPress gibt es dementsprechend ein Plugin, um Scribd-Dokumente leicht einzubinden.
Auch neue Versionen von Dokumenten (Revisions) lassen sich leicht hochladen und fortan erscheint überall das aktualisierte Dokument. Sehr praktisch, so kann praktisch nichtmehr auf eine veraltete Version eines Dokumentes verwiesen werden.
Schwache Ressourcen – das größe Problem von Scribd
Beim einbinden der Flash-Version leidet nicht nur die Barrierefreiheit, auch aus SEO-Sicht ist das Einbinden des iPapers nicht der Weißheit letzter Schluß. Wenn man beide Aspekte aber vernachlässigen kann, so überwiegen doch klar die Vorteile von Scribd – könnte man denken.
Insgesamt habe ich knapp 150 Dateien bei Scribd hochgeladen und verwaltet, das ganze über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Permanent zeigten sich größere Perfomance-Lücken auf der Plattform, die vorhandenen Ressourcen scheinen wohl dem Ansturm nicht gerecht zu werden. Als besonders nervig empfand ich den Datei-Upload: Der Desktop-Uploader blieb fror regelmäßig nach wenigen Uploads ein und der Flash-Uploader lud oftmals nur einen Bruchteil der Dokumente hoch. Um hier einmal knapp 30 Dokumente in einem Schwung hochzuladen brauchte ich mehr als eine Stunde, sämtliche erhofften Produktivitätsvorteile waren damit natürlich dahin. Vor allem die Dokumentenverwaltung erwies sich als ätzend langsam und macht das Arbeiten mit Scribd zu einer echten Geduldsprobe.
Mein Fazit nach 149 Dateien mit Scribd
Scribd verfolgt eigentlich einen guten Ansatz: Man hat sich nicht wie so manche Konkurrenten auf bestimmte thematische Nischen beschränkt und auf grafischen Schnick-Schnack verzichtet. Stattdessen bietet man dem Nutzer über eine Rechteverwaltung Kontrolle über seine Dokumente und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Einbindung/Verbreitung. Kein Wunder also, dass Scribd sich einer gewissen Beliebtheit erfreut. Das ist aber auch der große, große Nachteil von Scribd, dass unter gravierendem Ressourcenmangel leidet. In der jetzigen Form ist von Scribd in einem professionellem Umfeld definitiv abzuraten, da kein Verlass auf Verfügbarkeit besteht. Dementsprechend überlasse ich auch einfach Scribd selbst die letzten Worte:





Hallo Ben – Vielleicht haben Sie mal Lust doXtop auszuprobieren. Wir können aus Dokumenten ganze Websites machen – aber natürlich auch Flash. Sogar Flash mit Gliederung – wenn ein entsprechendes Word Dokument aus Ausgangsbasis zur Verfügung steht. Zudem haben wir “Teamsites” – in denen man Dokument in Teams gemeinsam bearbeiten (auch auschecken/editieren/einchecken …) und publizieren kann. Beispiel: http://www.doxtop.com/browse/f13a8b36/project-consult-newsletter-jubilaeumsausgabe-februar-2009.aspx
Freundliche Grüsse