Am Dienstag fliege ich für 6 Tage nach New York. Das diese Stadt etwas größer als Düsseldorf und sogar nochmal größer als meine Heimatgemeinde Wachtendonk ist, wäre es ja gar nicht so unvorteilhaft auf die Maps-Funktion vom iPhone zuzugreifen. Also habe ich mich mal etwas mit der Tarifstruktur von T-Mobile auseinandergesetzt, so ganz übersichtlich ist die ja nicht.

Seit März neue iPhone-Tarife

Von mir kaum realisiert gibt es seit März neue iPhone-Tarife. Deshalb trägt mein Tarif bei T-Mobile jetzt auch den Zusatz “1. Generation”. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde T-Mobile mehr fürs Geld bieten:

tarif_alt tarif_neu

20 Minuten sind mehr Inklusive, 5 MMS neu dabei und auch die HotSpot-Flatrate wird groß beworben (wie auf dem Screenshot zu sehen). Aber man sollte doch genauer hinschauen, beim Vergleich zwischen der alten und der neuen Tarifstruktur gibt es doch einiges zu beachten:

  • Auch wenn die HotSpot-Flatrate jetzt groß beworben wird, auch in den alten Tarifen ist diese bereits integriert.
  • Die Inklusiv-MMS sind mit dem iPhone aktuell völlig unbrauchbar und wohl eher für die anderen Handys (G1 & Co.) gedacht.
  • Aus den Tarifendungen S, M, L und XL sind nun Nummern geworden, die die Inklusivminuten beschreiben (60, 120, 240, 1200), das kann eventuell einige verwirren. Zumal es die Complete-Tarife mit der Nummernendung doch noch gibt, nur ein völlig anderes Tarif-Konzept dahintersteht (Flatrat in ein ausgewähltes Handynetz). Vorsicht ist also geboten.
  • Das Angebot der Visiual Voicemail (im alten Tarif inklusive) ist komplett weg und wird in der neuen Tarifübersicht gar nicht mehr genannt. Habe ich zwar noch nie benötigt, will es aber erwähnen.
  • Und nun der entscheidende Knackpunkt: Bei den alten Tarifen kann man das Datenvolumen z.B. über einen USB-Surfstick auch mit dem Notebook verbrauchen. Das ist in den neuen Tarifen ausdrücklich verboten, der Verbrauch darf nur noch über das iPhone stattfinden. Auch der Einsatz des iPhones als Datenmodem (Verbindung zum PC via Kabel oder WLan) ist verboten.

Gerade der letzte Punkt ist für mich entscheidend, werde also da definitiv nicht wechseln.

iPhone-Nutzung in den USA

Bei der Auslandsnutzung wird nach Ländergruppen unterschieden: EU-Länder (Gruppe 1), USA/Kanada + restliches Europa (Gruppe 2) und der ganze große Rest (Gruppe 3). Die SMS nach Hause ist dabei bezahlbar und kostet immer das Gleiche (39 Cent). Dafür unterscheiden sich die Minutenpreise eklatant. Für einen Anruf aus New York muss man 1,49 Euro hinblättern, wird man angerufen sind es immer noch 0,69 Euro.

Wer das für teuer hält, sollte vielleicht nicht weiterlesen. Die Datennutzung ist nämlich nochmal richtig lecker teuer. Pro Tag an dem man Daten nutzt, werden pauschal 49 Cent fällig. In der Ländergruppe 2 wird dann im 50kb-Takt abgerechnet, die mit 49 Cent nochmal richtig ins Gewicht fallen. Ein Aufruf von Maps sind ein paar hundert kb und man schon direkt zwei Euro los. Diesen Luxus werde ich mir also schenken. Für die Ländergruppe 1 steht auch noch ein besonderer Daten-Schnapper an: Für 14,95 Euro hat man ein 50 MB Freivolumen. Das ganze ist aber eine Tagesflatrat und gilt nur von 0.00 bis 23:59 Uhr.

Schade ist vor allem, dass es die Option “Relax Holiday” gibt, bei der man für einmalig 10 Euro 30 Inklusivminuten im Urlaub bekommt – aber nur für die Ländergruppe 1.

Schlussfolgerung für mich: Ich bleibe also wirklich in New York offline. Ist vielleicht auch besser ;)