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Mac OS Lion: FTP-Zugriff wieder aktivieren

Seit einigen Tagen ist der Löwe also frei: Apple hat mit Lion die neue Version seines Mac-Betriebssystems veröffentlicht. Persönlich bin ich nicht sonderlich zufrieden: Das ganze System ist spürbar langsamer geworden. Besonders bei Dateiübertragen merke ich das, denn dann steigt quasi die MagicMouse aus und ist nur noch sehr schwer zu nutzen. Vielleicht gönne ich Lion mal eine ganz frische Installation. Dazu vielleicht später mehr.

Zu etwas anderem: Mit Lion hat Apple auch still und heimlich die FTP-Unterstützung in den Freigabeoptionen gekillt. Das wird nicht alle stören, wenn man aber – so wie ich – einen lokalen Webserver für Entwicklungszwecke betreibt, ist das schon etwas nervig. Beispielsweise kann WordPress sich dann nicht mehr selbst updaten.

Freigabeobtionen unter Lion

Aber die Lösung ist da, dieser Hilfeartikel von Apple erklärt wie es geht und funktioniert auch ohne die neue kostenpflichtige Serverapp. In der Kürze: Termin aufmachen und folgendes Tippern, wobei ladmin der Kurzname eures lokalen Adminusers ist und EUERFTPUSERNAME ein neuer FTP-Benutzer:

dseditgroup -o create -n /Local/Default -u ladmin com.apple.access_ftp
dseditgroup -o edit -u ladmin -a EUERFTPUSERNAME com.apple.access_ftp
sudo launchctl load -w /System/Library/LaunchDaemons/ftp.plist

iMovie, iPhoto, iLife: Wenn das Update nicht will…

So, mal ein flotter Beitrag zwischendurch: iLife gehört ja irgendwie zur Pflichtausstattung auf dem Mac. iPhoto nutze ich zwar eher selten, aber was ich ohne iMove machen würde, wüsste ich gar nicht… Seit einiger Zeit schleppte ich ein nerviges Problem mit mir rum: iMovie verkündete stolz das Update auf Version 9.0.2 und immer wenn ich auf “Updaten” klickte, fand die Softwareaktualisierung angeblich keine Updates.

Ok, ich als schlauer Fuchs lade natürlich das Update händisch herunter. Trau niemals einer Maschine. Das Ding gestartet und was ist? Nöppes. Hätte angeblich kein iMovie installiert. Ist klar.  Bis ich dann mal auf den Trichter kam: Das Update ist zu blöd zu erkennen, dass ich iMovie und auch iPhoto im Programme-Ordner in einen Unterordner verschoben hatte. Da kommt immer noch oft der Windows-User in mir hoch, denn ich hasse nichts mehr, als so eine ungeordnete Ansammlung von Programmen. Deshalb habe ich mir schön ein paar Unterordner gebaut, in denen ich Programme organisiere.

Die Lösung ist dann auch relativ schnell und simpel: iMovie, iPhoto und Tralala einfach wieder direkt in den Programme-Ordner verschieben, Update fahren – fettich. Muss man erstmal drauf kommen… :)

TimeMachine: Backup-Volume auf andere Festplatte umziehen

Das leidige Thema “Backups”. Oft besprochen, noch öfter wird dran gedacht aber konsequent umgesetzt – seltener. Seit mich vor knapp einem Jahr ein Festplatten-Crash heimsuchte, bin ich da etwas anders gepolt. Die Schnarchnasen von Gravis konnten damals auch kaum Daten wiederherstellen – zum Glück ließen sich die Servicemitarbeiter vor Ort überreden mir die Platte einen Tag mitzugeben und ich konnte dann selbst fast alles retten – sonst wär ich ganz schön nackig gewesen. Glück im Unglück (obwohl ich mich für die 60 Piepen die Gravis bekommen hat, immer noch sehr ärgere).

Zurück zum Thema. Ich nutze auf dem Mac – natürlich – TimeMachine. Geiles Teil. Wichtige Daten des täglichen Gebrauchs lagern zudem in der Dropbox, aber darum wollen wir uns jetzt nicht kümmern. Denn nun war es so weit: Sowohl meine Festplatte im MacBook, als auch meine Backup-Festplatte laufen langsam voll (beide je 500 GB). Das Fotografieren im Raw-Format verlangt seinen Speicherplatz…

Schön, dass es aktuell bei MediaMarkt eine externe 3,5″ Festplatte von WesternDigital (Elements) mit 2TB Speicherplatz gibt. Die kommt doch wie gerufen. Der Plan: TimeMachine von der alten externen Festplatte (500 GB) auf die Neue umziehen. Die Umsetzung: Einfacher als gedacht.

  1. TimeMachine anhalten
  2. Festplatten-Dienstprogramm öffnen. Die neue Festplatte auswählen und den Reiter “wiederherstellen” wählen. Als Quellmedium die alte Festplatte einfach von der Seitenleiste per Maus in das entsprechende Feld ziehen (nichts mit “Image”) und beim Zielmedium verfahren wir genauso (siehe Screenshot). Ein Klick auf Wiederherstellen und es wird gerödelt. Dauerte in meinem Fall nette 6 Stunden.
  3. Systemeinstellungen der TimeMachine öffnen, das Backup-Volume ändern und schon läuft alles wie geritzt.

Das alte Backup-Volume nutze ich jetzt als Archiv-Volume für ältere Daten und lasse es auch per TimeMachine sichern.

Macbook: RAM aufrüsten

Manche kennen vielleicht das Gefühl: Das “Wheel of Fortune”, auch bekannt als der lustige “Sat.1 Ball” wird zum ständigen Begleiter unter Mac OS – das System lahmt, braucht bei diversen Aktionen lange zum Laden und kommt einfach nicht ganz mit. Ein gutes Jahr nach dem Kauf meines Macbook Pro war es auch bei mir soweit und die Auszeiten häuften sich. Nerv hoch drei.

Statt sabbernd auf alternative Mac-Modelle zu schielen, sollte man erstmal die Ursache des Problems finden.

Geschwindigkeitsbremsen identifizieren

Um die Systembremsen zu identifizieren lohnt ein Blick in die Aktivitätsanzeige. Dort könnt ihr nicht nur sehen, welches Programm wieviel an Arbeitsspeicher bzw. CPU-Leistung belegt, sondern wieviel davon insgesamt in Benutzung ist.

Ein Blick in die Aktivitätsanzeige offenbart: Die CPU ist kaum ausgelastet

Schnell sind auch die beim Macbook Pro mitgelieferten vier Gigabyte Ram nicht genug. Viele der ressourcenfressenden Programme benötigen nämlich vor allem eins: genügend Arbeitsspeicher. Photoshop, Lightroom, Parallels (da die Buchhaltung unter Windows läuft) und auch gerade  Firefox genehmigen sich schon mal jeweils weit über 1 GB Ram. Die Prozessoren lehnen sich schnuckelig zurück und sind kaum ausgelastet, während der Arbeitspeicher rackert wie bekloppt – in dem Fall hilft auch kein neues Macbook, sondern nur zusätzlicher RAM.

Wieviel Arbeitsspeicher verträgt mein Mac?

Aber wieviel RAM verträgt mein Mac(book) überhaupt? Und welchen Mac habe ich? Bei der Recherche stößt man schnell auf so tolel Schlagworte wie “Late 2009″ oder “Early 2010″, die einem AdHoc wenig weiterhelfen.

Abhilfe schafft das kostenlose Programm Mactracker, dass euren Mac identifiziert und alle möglichen Daten zur Verfügung stellt. Unter anderem auch, wieviel Arbeitsspeicher euer Mac maximal verträgt.

Unter dem Reiter "Memory/Graphics" seht ihr, wieviel Ram euer Mac verträgt

Neuen RAM kaufen

Mactracker liefert euch aber auch noch weitere wichtige Informationen: Nämlich welchen Arbeitsspeicher ihr benötigt und wieviel Slots, also Speicherbänke ihr zur Verfügung habt. In einem Macbook sind überlicherweise zwei Speicherbänke, wer also auf 8 GB aufrüsten will, benötigt zwei 4GB-Riegel. Günstig kommt das vor allem, wenn man im Bundle bestellt. Dafür bietet z.B. Geizhals eine gute Übersicht an Mac-tauglichen Arbeitsspeicher.

Persönlich bin ich ja ein Fan von Riegeln der Marke OCZ, die ordentlich Leistung für einen angemessenen Preis bringen. Da aber gerade mein gewünschtes 8GB-Bundle nicht lieferbar war, habe ich mich für die ValueSelect Riegel von Corsair entschieden (ganz genau: Corsair ValueSelect SO-DIMM Kit 8GB PC3-8500S CL7 (DDR3-1066) (CM3X8GSDKIT1066))

Arbeitspeicher austauschen

Der Austausch des Arbeitsspeichers ist kein Hexenwerk. In meinem Fall musste ich die Bodenplatte abschrauben und hatte direkten Zugriff auf die Speicherbänke. In keinen fünf Minuten war der Drops gelutscht. Apple stellt dazu  auch eine bebilderte Anleitung zur Verfügung, die allerdings das ältere Macbook Pro – Modell zeigt. Daran seht iht aber: Das ist echt easy. Schafft auch meine Oma :)

Benchmarks – Was bringt’s?

Was bringt das Upgrade von vier auf acht Gigabyte RAM? Wenn man Benchmark-Programme wie z.B. Xbench verwendet wird man erstmal keinen großen Unterschied feststellen, eventuell sogar einen kleinen Rückschritt. Das liegt an der Qualität des Arbeitsspeichers, denn Apple verbaut im Gegensatz zu anderen Herstellern nicht irgendeine Billigware mit miesen Taktungen.

Benchmark-Vergleich nach getauschtem RAM

Der wahre Vorteil offenbart sich, wenn ihr wieder einen Blick in die Aktivitätsanzeige werft und endlich wieder Luft zum Atmen habt. In meinem wirklich zufälligen Beispiel sind Photoshop und Lightroom geöffnet und insgesamt 5,65 GB RAM belegt.

2 GB RAM werden direkt in Beschlag genommen und trotzdem ist noch Reserve da

Vor der Aufrüstung hätte dieser Zustand für nervige Minuten und ein paar Macken in der Tischkante gesorgt, besonders wenn Firefox mal ein Minütchen länger geöffnet ist. Und jetzt: Kein Problem und wir haben sogar noch ein paar Reserven.

Hyperdock: Dock aufrüsten

Ein kleiner Software-Tipp zum Wochenende: HyperDock rüstet das Dock aus Mac OS mit schniecken Funktionen nach. Unter anderem gehören eine Fenstervorschau, Fenster-Management und neue Shortcuts dazu.

Ich habe mir Hyperdock gerade mal installiert und bin durchaus angetan. Besonders praktisch finde ich, dass man die Fenster in der Preview selektieren (und nebenbei auch verschieben) kann. Wer gerne mal viele Fenster geöffnet hat (und da gehöre ich definitiv dazu), wird dieses Feature schnell zu schätzen wissen :)

Während der Betaphase ist HyperDock noch kostenlos.

(via @weigl)