Life-Style
Interview: Fairix – Mit Menschlichkeit zum Erfolg
01. Feb
Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.
sagte eins John F. Kennedy. Nie trafen diese Worte besser zu als heute: Der von Mensch gemachte Klimawandel ist bittere Realität, der Spalt zwischen erster und dritter Welt entwickelt sich immer mehr zu einem unüberbrückbarem Graben und weil wir sonst keine Probleme haben, dürfen wir noch eine der schlimmsten (die schlimmste?) Wirtschaftskrisen ausbaden.
Genau in diesen Zeiten haben sich Frederik Landshöft und Kevin Droßard zusammengetan und selbstständig gemacht – aus Überzeugung: Mit Fairix haben sie den Marktplatz für ökologische und fair gehandelte Produkte geschaffen. Statt zu jammern, zu zaudern, abzuwarten haben beide einfach gemacht und mit Fairix eine wirklich gute und vor allem dringend nötige Plattform geschaffen. Ich hatte das Vergnügen Frederik ein paar Fragen stellen zu dürfen.
Frederik, Du bist einer von zwei Köpfen hinter Fairix, dass Ende 2009 an den Start ging. Was ist die Idee von Fairix?
Fairix.de ist der Online-Marktplatz für nachhaltige Marken. Die Anbieter von Produkten mit einem ethischen Mehrwert können über fairix.de Produkte aus allen Lebensbereichen, von Kosmetik, über Kleidung, Bücher und Feinkost, bis hin zu Möbeln verkaufen. Dadurch entsteht sehr schnell ein riesen Angebot von nachhaltigen Produkten. Dem bewussten Konsumenten offenbart sich so die gesamte Vielfalt nachhaltigen Konsums. Und das macht vor allem eins deutlich: Man kann heute sehr stylisch und elegant leben und dabei trotzdem verantwortlich konsumieren.
Wie kamt ihr darauf zusammen Fairix zu starten? Wolltet ihr unbedingt etwas zu zweit machen und habt nach der Idee gesucht oder hat euch die vielmehr die gemeinsame Idee euch getrieben?
Die Idee hatte Kevin 2007. Er ist mit bio groß geworden, beide Eltern arbeiten in dem Bereich. Und so haben ihn diese Themen ziemlich umgetrieben. Vor allem die Frage, wie ökologische und soziale Nachhaltigkeit miteinander einher gehen können. Eine Frage, die die klassische Bio-Szene bis noch vor wenigen Jahren ziemlich verpennt hat. Er hat dann aber bald gemerkt, dass solch ein Marktplatz alleine eigentlich nicht zu schaffen ist und hat mich gefragt ob ich mit einsteige. Ich studierte gerade Entwicklungspolitik und war viel in Entwicklungsländern unterwegs. Dort habe ich hautnah erfahren unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben und arbeiten. Als Kevin mich fragte und ich das Potential in der Idee erkannte, war ich sofort begeistert. Das war im Oktober 2007. Im folgenden Januar haben wir dann fairix gegründet.
Von der ersten Idee bis zum fertigen Konzept ist es ja ein weiter Weg. Wie sieht euer Weg aus? Viel Schreiberei, Kostenanalysen, Zahlenspiele und Co. oder seid ihr mehr die Macher nach dem Motto „das entwickelt sich schon beim Arbeiten“?
Wir sind zunächst einfach hands-on in das Geschäft eingestiegen. Kevin hat einen kleinen Shop programmiert und auf der Biofach-Messe in Nürnberg haben wir gleich im Februar 2008 heftig angefangen Akquise zu machen. Die Resonanz war aber so positiv und riesig, dass wir dann beschlossen haben, das Ganze etwas professioneller aufzuziehen. Wir haben uns Entwickler ins Team geholt, einen Businessplan geschrieben etc. und sehr sehr viel gelernt. Konzepte, Kostenanalysen und Zahlenspiele sind schon wichtig, es braucht aber vor allem auch Unternehmergeist: einfach anfangen und der Rest kommt dann schon.
Ihr habt Fairix bislang aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln gestemmt – Respekt und Glückwunsch dafür. Jetzt gibt’s aber kein Kneifen mehr. Wann war für Dich der Point-of-no-return erreicht, der Zeitpunkt nachdem es kein Zurück mehr gibt?
Danke! Von dem Moment an als ich mich für das Projekt entschieden hatte, gab es schon kein zurück mehr. Da gab es nie irgendwelche Zweifel. Wahrscheinlich kann man all die Rückschläge – die unweigerlich kommen – nur so verpacken und in Positives umwandeln.
Wie hoch ist der persönliche Druck, wenn man so intensiv in einem Projekt hängt? Muss Fairix ein Erfolg werden?
Fairix wird ein Erfolg! Von Druck würde ich hier gar nicht sprechen. Man spürt zwar die Eigenverantwortung, schließlich gibt es hier keinen Chef der das letzte Wort hat. Aber vor allem macht es einfach nur eine Menge Spaß.
Ihr seid recht aktiv im sozialen Netz, nutzt Twitter und Facebook. Es fällt sofort auf, das nicht nur der übliche Marketing- und Verkaufssprech fehlt – ihr kommuniziert auch richtig mit den Leuten und nehmt das Feedback ernst. Wie wichtig sind für euch die neuen Medien, um Fairix voranzubringen?
Wir denken, dass die neuen Medien eine sehr große Rolle spielen. Für uns sind sie ein sehr guter Weg mit unseren Kunden und Partnern zu sprechen und uns mit ihnen auszutauschen. Über die sozialen Netzwerke lässt sich ganz einfach noch mehr Menschlichkeit in die Wirtschaft bringen. So können wir auch allen zeigen: wir sind zwei ganz normale junge Typen und kein fieser Großkonzern.
Eure „Umschau“ ist, wenn man so will eine Art „Google News für Nachhaltigkeit“. Damit bekommt Fairix auch einen Plattformcharakter. Viele Unternehmen würden sich das nicht trauen – ich gehe mal davon aus, dass ihr die Inhalte nicht kontrolliert.
Für uns kann bewusster Konsum eben nur durch ausreichend Information funktionieren. Und auch im Nachrichten- und Blogbereich gibt es sehr viele qualitativ sehr hochwertige Medien und NGOs die sich mit Nachhaltigkeit und grünem Lifestyle beschäftigen. Jemand der sich nicht beruflich damit auseinandersetzt verliert da schnell den Überblick. Deshalb wollen wir in der Umschau ähnlich dem Marktplatz einen Überblick darüber bieten, was aktuell im nachhaltigen Bereich diskutiert wird. Hier arbeiten wir nur mit ausgewählten Partnern zusammen. Die Inhalte werden von uns nicht abgeändert oder verfälscht.
Nicht nur Fairix.de hat ein modernes Layout, viele der Produkte – beispielsweise in der Rubrik „Mode“ – sehen richtig gut aus. Die Begriffe „Style“ und „Fairtrade“ bringt man ja nicht zwangsläufig miteinander in Verbindung – bei Fairix trifft das aber zu. Bewusst oder Zufall?
Das ist absolut gewollt! Nachhaltiger Konsum ist längst aus der Schmuddelecke raus und steht für Lifestyle, Eleganz und Qualität. Dafür steht auch fairix.de!
Jetzt ist Fairix erst frisch am Start – wo soll’s noch hingehen, was können wir noch von Fairix erwarten?
Eine Menge. Wir wollen ein umfassendes Angebot an nachhaltigen Produkten schaffen und alle Lebensbereiche abdecken. Wir haben bereits viele tolle neue Anbieter und Produkte in der Hinterhand und auch sonst wird noch viel passieren. Lass Dich also überraschen!
Zum Schluss: Dein Plädoyer für nachhaltigen Konsum.
Wählen ist Demokratie. Aber auch in der Wirtschaft können wir abstimmen. Mit jeder Kaufentscheidung stimmen wir für oder gegen ein faireres Wirtschaften. Das ersetzt nicht den politischen Weg um Wandel zu erzeugen, ist aber ein ganz wichtiger Baustein für eine bessere Welt! UN dazu kann jeder ganz leicht beitragen. Gleichzeitig tut man noch etwas für die Gesundheit und hat viel länger etwas von der hohen Qualität der Produkte. Darum: Kauft Bio, Fair Trade, neue Energie und werdet oder bleibt einfach fair zur Umwelt, fair zum Menschen!
Danke für das Interview und viel Erfolg mit Fairix.
Vielen Dank!
Thunderbirds are go!
07. Jan
Nur ein kurzer Beitrag zwischendurch: Unterm Tannenbaum lagen bei mir nämlich die beiden Staffeln der Kultserie “Thunderbirds“. Die Serie wurde mitter der 60er produziert, lief aber noch in meiner Jugend morgens im Fernsehen. Eine Mischung aus Mission Impossible und Augsburger Puppenkiste – auch heute noch einfach geil
Der kopflose Rumpf von Demi Moore
25. Nov
Die PhotoshopDisasters sind ja bestens bekannt – sämtliche Foto-Manipulationen die ordentlich in die Binsen gegangen sind, können dort bewundert werden. Fast noch interessanter sind aber die Fakes, die nicht durch mangelndes Handwerk entlarvt werden. Denn unter Umständen bleiben solche Manipulationen unentdeckt. Allerdings nicht so bei Demi Moore, die auf dem aktuellen Cover des “W Magazine” so aussieht:
Blöd nur, dass sie das gar nicht ist. Sondern das polnische Victoria’s Secret Model Anja Rubik. Die ist mit 26 Jahren nur ungefähr halb so alt wie Demi More (48 Jahre).
BLÖD!
25. Nov
Eigentlich habe ich ja Philip Lahm immer für einen der Intelligenteren unter den Fußballern gehalten. Als er Uli Hoeneß auch mal per Interview schön einen vor den Latz geknallt hat, habe ich stand ich geistig auf Lahms Seite – recht so! Und natürlich, so ein Fußballer muss sich schön vermarkten. Dauert ja nicht lange so eine Karriere. Aber was Philip Lahm da in der Werbung für die Bildzeitung sagt, finde ich mehr als dämlich:
Meine Meinung zu der BILD ist eine sehr positive, weil ich jeden Tag diese Zeitung lesen.
Da wirkt Johannes B. Kerner’s Aussage ja noch fast Revoluzzer-mäßig gegen, so hart greift er die Gäste in seinen Talkshows Einschlafshows jedenfalls nicht an. Aber zurück zu Philip Lahm: WTF?! Was ist das bitte für eine Aussage? “Meine Meinung zu den Nazis ist eine sehr positive, weil ich selbst einer bin” hätte Hitler in einer Marketingkampagne für die NSDAP ebenso sagen können. Relevanz: Nullkommanull. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe, die über geistigen Dünnschiss für ein Produkt zu gewinnen ist.
Una Cerveza grande por favore!
21. Okt
Die Überschrift sagt eigentlich schon wo’s lang geht: Erstmal sind meine Spanischkenntnisse doch stark begrenzt, zweitens bin ich Reif für die Insel. Morgen früh sitze ich schon im Flieger in Richtung Fuerteventura. Relaxen, planschen, Cerveza, Sangria und Papa Arugadas. Das volle Urlaubsprogramm.
Kurzer Rückblick – 6 Monate Generation ZweiNull
Langsam kommt dieser Blog auch in Fahrt. Knapp über ein halbes Jahr gibt es “Generation ZweiNull” nun, fast 100 Artikel sind entstanden und ich fühl mich auch nicht mehr alleine hier. Dafür möchte ich mich schon mal bei meinen treuen Lesern bedanken!
Trotzdem schaden mal ein paar Tage Auszeit nicht, auch um mal darüber nachzudenken was man denn verbessern kann. Denn mir schwimmt der Blog noch etwas zu sehr im eigenen Saft, immerhin ist der Begriff “Generation” ja auch etwas weiter gefasst.
In meiner Abwesenheit sollt und müsst ihr natürlich nicht auf frische Artikel verzichten, denn die erste Idee den Blog etwas zu öffnen hat glücklicherweise direkt geklappt: Statt getimter Artikel aus der Dose werden euch Christian und Christian frische Ware vorsetzen. Beide kennen den Blog, sind iPhone-Nerds und auch im Webdesign tätig. Ihr seid also in besten Händen und seid hoffentlich nett zu beiden und beglückt sie mit Kommentaren. Falls ihr Anregungen oder Ideen habt: Immer her damit.
So und nun bin ich aber raus. In diesem Sinne: Feliz Navidad!
Knight Rider 2008 ab Donnerstag auf RTL
06. Okt
Zum Abschluss des Tages noch ein kurzer Hinweis: Ab Donnerstag (21:15 Uhr) startet auf RTL die Neuauflage von Knight Rider. Es ist das Schlimmste zu befürchten, immerhin hat aber David Hasselhoff (laut TV-Werbung) einen Kurzauftritt. Ans Original wird es sowieso nicht ran kommen, aber das unterirdische Niveau von “Team Knight Rider” (erinnert sich überhaupt noch jemand an den Müll) sollte doch zu schlagen.
Allerdings scheint der neue Hauptdarsteller (Mike – der Sohn von Michael und frisch aus dem Irak-Krieg zurück – hahaha!) auf den ersten Blick eine wunderbare Fehlbesetzung zu sein. Dafür spricht auch, dass die Serie in den USA nach einer Staffel direkt wieder abgesetzt worden ist. Der ein oder andere (unfreiwillig geplante) Lacher sollte damit garantiert sein.
Das neue Intro orientiert sich stark am Original, ist mir aber alles in allem zu künstlich und charakterlos – we’ll see.
Fast besser ist aber die inoffizielle Version von Knight Rider 2008:
Verblendung – Die Millenium-Triologie kommt in die Kinos
21. Sep
Die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson habe ich in kürzester Zeit verschlungen. Innerhalb weniger Wochen hatte ich Verblendung, Verdammnis und Vergebung gelesen. Das letzte Buch “Vergebung” habe ich sogar in knapp einer (Arbeits-)Woche geschafft, dabei hat dieser dicke Schinken ca. 700 Seiten. Eine absolute Leseempfehlung für diejenigen, die Stieg Larsson noch nicht kennen. Die drei Büchern drehen sich um den Journalisten Mikael “Kalle” Blomkvist, der bei der Monatszeitschrift “Millenium” arbeitet (deshalb auch “Millenium-Trilogie”) und die Hackerin Lisbeth Salander, die vorzugsweise mit ihrem Macbook sämtliche Rechner dieser Welt knackt.
Es war ja schon zu lesen, dass eine dänisch-deutsch-schwedische Kombo (an der das ZDF beteiligt ist) verfilmt worden ist und in Schweden ein großer Erfolg war. Im Lichtspielhaus meines Vertrauens hingen dann am Wochende auch die Plakate zum ersten Teil der Trilogie, der am 1. Oktober bei uns in die Kinos kommt. Der Trailer macht schon mal ordentlich Freude auf den Film:
Und wie ich zufällig sehe, gibt es bei meiner liebsten Filmkritikseite Filmstarts schon eine Bewertung des Films, die den guten Eindruck des Trailers bestätigt. Mehr >
Nicht die Krise bedroht die Unternehmen – sie bedrohen sich selbst
14. Aug
“Der Streifzug eines Kunden” wäre der passende Untertitel zu diesem Text. Denn was mir als konsumwilligen Kunden gerade allerorts zugemutet wird, ist schon unglaublich. Man könnte fast zu der Erkenntnis kommen, dass sämtliche Unternehmen überhaupt keine Lust haben das Geld potenzieller (oder vorhandener) Kunden anzunehmen. Wirtschaftskrise? Von wegen – wir befinden uns in einer handfesten Unternehmenskrise. Da jammert man, kürzt, entlässt und beantragt Staatshilfen – aber das alltägliche Handwerk, das Business as usual vernünftig machen? Scheinbar unmöglich. Nun soll man auch nicht alle über einen Kamm scheren, deshalb hier drei konkrete Erfahrungen mit Unternehmen, die kein Interesse daran haben Geld zu verdienen und den Kunden als nerviges Anhängsel seines sehr geschätzten Geldes sehen. Mehr >
Pimp my Billy
23. Jul
Heute mal ein Inhalt ganz anderer Art, nämlich zum Thema “Inneneinrichtung”. Als wir im letzten Jahr aus unseren engen 54qm hinaus in die weiten 96qm gezogen sind, gab es nur einen eklatanten Nachteil: Der fest etablierte Abstellraum fehlte auf einmal.
Dafür gibt es im Flur eine tiefere Ecke, die durch den Fahrstuhlschacht im Treppenhaus bedingt ist. Davon habe ichleider kein Bild (mehr), aber dort findet sich theoretisch genügend Platz. Da blieb für uns nur die Frage, wie wir den nicht nur anständig nutzen können, sondern auch wie unsere Besucher nicht zwangsläufig vor eine Wand voller Dosentomaten, Nudelpakete und Reinigungsmittel gucken.







