Web 2.0-Dienste
Facebook mit neuer Startseite
09. Feb
Facebook hat sich also eine neue Startseite verpasst. Informationen sollen strukturierter und einfacher zugänglich sein – ein nötiger Schritt. Die Praxis wird zeigen, ob es taugt.
Mehr auch auf der offiziellen Erklärbär-Seite von Facebook. Meine zwei Cents: Zwar ein nötiger Schritt, aber bei Facebook nervt vor allem die schäbbige Performance. Teilweise ist das Gesichtsbuch kaum benutzbar. Ausserdem bin ich gespannt, wie den ersten Spam-Versuchen begegnet wird, die mich in der letzten Woche erreicht hatten (tolle Sex-Profil-Anfrage-Weiber…). Immerhin: Bei Facebook ist Bewegung drin. Das kann man ja vom StudiKZ nicht behaupten.
Seesmic for Windows: Twittern ohne Tweets
20. Nov
Seesmic for Windows ist ein Twitter-Client für (logischerweise) Windows, der mal nicht mit AdobeAIR realisiert ist – im Gegensatz zu Tweetdeck & Co. Ein Grund, mir Seesmic mal anzuschauen. Nett sieht es ja aus und fühlt sich auch ganz smooth an – trotzdem war die Sache nach fünf Minuten klar: Die Aktuelle Version (Seesmic 0.5) kann man getrost abhaken.Den Grund seht ihr hier:
Was seht ihr? Richtig: Nur mich. Denn zumindest bei mir ist der Homefeed einfach eine Sammlung meiner eigenen Tweets. Per Optionen darf ich dann noch Replies und Direct Messages an mich einblenden – sehr gönnerhaft. Auch Neustarten, Timeline clearen und Timeline refreshen bleibt ohne Wirkung. Nur ich. Twittern ohne Tweets.
Fazit: Sieht nett aus, lässt sich gut bedienen. Mir gefällt ebenfalls die Einbindung der Twitter-Listen, da ist Seesmic bislang der erste mir bekannte Client. Der Speicherverbrauch von 130 MB erreicht allerdings fast Tweetdeck-Ausmaße. Aber trotzdem: Ohne Tweets ist das Ganze ziemlich unnütz. Wer sich für den Geilsten hält und am Liebsten mit sich selbst twittert, hat hier sein ideales Tool gefunden. Alle anderen sollten vielleicht davon (aktuell) Abstand nehmen. Vielleicht liegt’s auch nur an der aktuellen Version, zumindest Caschy schien damit keine Probleme zu haben.
Wordpress: Eigene Fotos mit dem FlickR-Manager leichter einfügen
21. Okt
Für viele ist FlickR die Fotoplattform der Wahl. Von Zeit zu Zeit (oder auch öfter) möchte man ein eigenes Foto sowohl im eigenen Blog einbinden und auch auf FlickR hochladen. Ich persönlich lade beispielsweise die Fotos für meinen Kochblog Topf und Löffel auf FlickR hoch und füge sie dann in die Blogeinträge ein.
Natürlich kann man das Foto einfach zusätzlich im Blog hochladen und gut ist. Das ist allerdings mit der Zeit ganz schön nervig und kann auch dazu führen, dass man weniger Fotos auf FlickR (oder im Blog) hochlädt, als man es eigentlich geplant hat. Außerdem fehlt die Verbindung der Fotos zu FlickR, wo Benutzer Bilder kommentieren und auch faven können.
iPhone: Dropbox-App erschienen
29. Sep
Vor 10 Minuten wurde bekannt gegeben, dass die iPhone-App endlich erhältlich ist – kostenlos. Wer Dropbox noch nicht kennt: Es ist eine Art Online-Speicher mit automatischer Synchronisation (Windows, Mac, Linux), Versionierung und Web-Interface.
Features der App
Die App setzt OS 3.1 und natürlich einen Dropbox-Account voraus und soll die folgenden Features liefern:
- Zugriff auf die Dateien von Unterwegs
- Dateien für Offline-Zugriff downloaden
- Foto- und Video-Sync
- Fotogalerien
- Synchronisation der Dateien
Instant Messaging: Was ist Digsby?
21. Sep
Durch den bestens bekannten Caschy bin ich vor einiger Zeit mal auf den Instant Messager Digsby aufmerksam gemacht worden. Besonders prickelnd finde ich die Integration des Facebook-Chats. Für diejenigen, die das smarte Programm noch nicht kennen, hat Disgby heute ein Promovideo veröffentlicht:
Wer auf portable Programme steht, findet natürlich die passende Version beim oben erwähnten “Portabilisierer” Caschy.
Selbstversuch: Thunderbird vs. GoogleMail
12. Aug
Auch wenn einige gerne das Ende der E-Mail vorhersagen, so bleibt sie doch eine die unverzichtbare Kommunikationsanwendung im Netz. Dabei wird es einem gar nicht leicht gemacht: Täglich werden wir mit Spam bombardiert (von dem hoffentlich so viel wie möglich gefiltert wird), ungefragt in irgendwelche Mailverteiler und Newsletter aufgenommen und der Druck eine E-Mail zeitnah zu beantworten steigt auch permanent durch Webmail, Blackberry, iPhone & Co. Damit wird die E-Mail auch immer ortsungebundener, die Abfrage erfolgt mobil (Blackberry, iPhone), in der Pause am Arbeitsplatz, im Internetcafé oder bei Bekannten (Webmail) oder klassisch am eigenen PC (PIMs wie Outlook oder Thunderbird). Dabei möchte man natürlich soweit wie möglich auf die gleiche Datengrundlage zugreifen, wie Kontakte, Termine, alte E-Mails und es ist auch längst keine Seltenheit mehr, dass man mehr als eine E-Mail-Adresse nutzt – der Aufwand multipliziert sich.
Ich selbst organisiere meinen Mailverkehr grob über zwei Mailadressen (geschäftlich und privat/sonstiges), organisiere die Adressen aber zentral, organisiere meine Termine in mehreren Kalendern und verwalte meine ToDo-Liste. Das ganze aber nicht nur auf dem primären heimischen Notebook, sondern auch aus dem Büro, von unterwegs (iPhone) und aus Spielerei zu Hause an einem Linux-PC. Sieht man von dem iPhone mal ab, nutze ich dafür diverse Webdienste die alle (teilweise über Erweiterungen) in Thunderbird integriert sind. Mehr >
Firefox: Prism 1.0 Beta verfügbar
04. Aug
Die Mozilla Labs haben just Prism 1.0 Beta angekündigt – und damit auch direkt eine neue Prism-Projektseite. Aber von vorne: Was ist Prism überhaupt?
Mit Prism lässt sich eine Website quasi als Programm, bzw. vielmehr als Verknüpfung auf dem eigenen Rechner installieren. Die Seite bekommt eine eigenes Symbol und startet in einem eigenen Fenster – ganz als ob es ein eigenständiges Programm wäre. Dabei läuft im Hintergrund nur der Firefox.
Online-Speicher und Datei-Synchronisation mit Dropbox
30. Mai
Dropbox ist innerhalb weniger Stunden zu einem meiner wichtigsten Werkzeuge geworden. Und das, obwohl ich am Anfang echt Tomaten auf den Augen hatte – ich habe einfach nicht verstanden gesehen, was Dropbox eigentlich ist. Eigene Blödheit, dabei ist Dropbox eigentlich ein alter Hut und z.B. durch Caschy langem bekannt und erklärt.
Was ist Dropbox?
Dropbox ist primär erstmal ein Online-Speicher. Man kann also seine ausgewählten Dateien online abspeichern, hat dann von überall aus Zugriff und kann sie mit Freunden und Bekannten teilen. Soweit so unspektakulär – das können zig andere Dienste auch und lässt sich auch auf dem eigenen Server mit WebDav oder zur Not FTP regeln. Der Nachteil bei solchen Diensten ist offensichtlich: Ohne Internetverbindung kein Zugriff auf die Daten.

Was Dropbox so besonders macht, ist die Fähigkeit zur (Plattform übergreifenden) Synchronisation. Die Daten liegen zwar auf der Dropbox im Netz, bleiben aber ebenfalls lokal auf der Festplatte gespeichert und werden mit der Software synchronisiert.
Das heißt, ihr könnt erstens auch offline Zugriff auf eure Dateien – für mich ein ganz wichtiger Punkt. Hat der Provider eine Störung, der Dienst geht flöten oder sonstwas: Die Daten liegen immer noch bei Euch auf dem Rechner und sind nicht im Datennirvana verschollen. Zweitens hält die Dropbox-Software die Daten automatisch aktuell. Ihr ändert auf eurem Notebook Datei X, Dropbox aktualisiert die Datei dann automatisch auf dem Server und sobald ihr euren Desktop-Rechner startet, wir die Datei auch dort aktualisiert. Zuletzt ist dabei der Software auch egal, auf welcher Basis sie eingesetzt wird – Dropbox gibt es sowohl für Windows, als auch für Max und Linux.
So fühlt sich Dropbox an
Um Dropbox richtig nutzen zu können, muss man die dazugehörige Software installieren. Danach kann man auswählen, wo im System die Dateien (in der Regel ein Ordner Namens “My Dropbox”) abgelegt werden. In meinem Fall habe ich mich dazu entschlossen, den Ordner direkt auf meiner Datenpartition zu haben (“D:\My Dropbox”).
Alle Dateien und Ordner, die nun innerhalb des Ordners “My Dropbox” abgelegt sind, werden nun von der Software im Hintergrund automatisch auf den Server übertragen und aktuell gehalten. Wer die Dropbox also massiv nutzt, lässt die Software automatisch starten und sie verrichtet ihre Arbeit still im Hintergrund.
Die einzige Umstellung für den Nutzer besteht also darin, die zu synchronisierende Dateistruktur im Ordner “My Dropbox” abzulegen. Kleine Icons zeigen zudem an, ob die Datei synchronisiert ist oder Dropbox noch dabei ist, sie zu überprüfen.
Zugriff via Webinterface
Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr auch Unterwegs Zugriff auf eure Daten habt, auch wenn ihr nicht euren eigenen Rechner dabei habt. Einloggen über das Webinterface und schon habt ihr direkt und schnell Zugriff auf alle Dateien, ohne die Software installieren zu müssen.
Weitere Vorteile von Dropbox
Es gibt noch eine Reihe weiterer Vorteile, die ich nicht unerwähnt lassen will:
- Die Kommunikation findet über SSL statt und die Daten werden auf dem Server verschlüsselt
- Dropbox führt eine automatische Versionierung der Dateien durch (Änderungen lassen sich also gezielt Rückgängig machen) und hat auch einen Papierkorb. Gelöschte Dateien lassen sich wiederherstellen
- Dateien lassen sich auch gezielt Freigeben und teilen. Nettes und einfach zu nutzendes Feature, auf jeden Fall besser als der ICQ-Filetransfer
- Und ein Vorteil, den ich persönlich festgestellt habe: Die Software funktioniert auch hinter einem Proxy-Server (Microsoft Server 2003) problemlos – ganz im Gegensatz zu so manchen WebDav-Lösungen.
Kosten
Dropbox funktioniert nach dem Freemium-Modell: In der Basisversion ist es kostenlos, wer mehr Platz will muss zahlen. Der Funktionsumfang ändert sich nicht, lediglich der zur Verfügung stehende Speicherplatz ändert sich.
In der kostenlosen Version gibt’s 2 GB Speicherplatz, die ihr voll nutzen könnt. Das ganze kann man sogar bis zu 5 GB hochschrauben, wenn man weitere Freunde einlädt. Für jeden neuen Benutzer erhaltet sowohl ihr, als auch eurer Freund zusätzlich 250 MB Speicherplatz – bis eben maximal 5 GB. Wer also noch nicht bei Dropbox angelegt ist, kann dies über diesen Link tun und erhält damit direkt 250 MB mehr Speicherplatz (und ich auch, yieha!).
Darüber hinaus gibt es zwei Zahlmodelle: 50 GB für 9.99 Dollar im Monat oder 100 GB für 19.99 Dollar im Monat. Finde ich zwar jetzt nicht wirklich teuer, aber ein Schnapper ist es auch nicht. Die Hürde liegt hier definitiv schon etwas höher, als z.B. bei FlickR (25 Dollar pro Jahr). Wenn ich also mal an die Grenze stoße, würde ich aber ein Update in Erwägung ziehen – aber testet es erstmal selbst. Ich bin begeistert und der USB-Stick muss nicht mehr täglich mit zur Arbeit
StudiVZ und der Kampf gegen Spam
13. Mai
Nach meinem Urlaub hatte ich doch tatsächlich eine Nachricht in meinem StudiVZ/MeinVZ-Posteingang. Kommt ja auch nicht so häufig vor, irgendwie ist dieses Netzwerk ja tot – auch trotz “Buschfunk”. Die Nachricht entpuppte sich aber direkt als Spam, der Sender (in der Benachrichtungsmail noch “Daniela Springer” genannt) war bereits gelöscht:
Das ging diesmal schnell bei StudiVZ. Ich erinnere mich noch daran, dass ich vor längerer Zeit einmal ein paar Fotos gemeldet habe, auf denen Hitlergruß, Ku-Klux-Klan – Outfits und die Flagge des deutschen Reiches zu sehen war. Bis StudiVZ damals reagiert hatte, vergingen mehrere Tage und letztendlich wurden nicht alle Fotos entfernt und die Person, die die Bilder gepostet hatte war auch weiterhin aktiv.
Spam und die Vertrauensfrage
Warum reagierte StudiVZ beim Spamming so schnell, brauchte aber für das entfernen von rechtsextremen Inhalten so lange spürbar länger? Meine These lautet: Wird im großen oder kleinen Stil Spam verschickt, greift dies die Grundpfeiler von StudiVZ an – Die Vertrauenswürdigkeit der Nutzer an das System.
Der genervte Empfänger mit lauter Spam im Postfach, erkennt sofort, dass das VZ scheinbar keinen wirkungsvollen Schutz vor Spam bietet, sondern – ganz im Gegenteil – den Spammern noch eine zusätzliche technische Plattform mit Millionen Kontakten anbietet. Folge: Der Benutzer verlässt wohlmöglich das VZ, gerade wenn er so inaktiv ist wie viele dort in letzter Zeit und angesichts der Alternativen gut darauf verzichten kann.
Im Gegensatz dazu steht das Entfernen von rechtsextremen Inhalten: Die Inhalte sind zwar auch von Benutzern generiert/gepostet, aber hier würde ja kein Mensch darauf kommen, dass dies die Schuld von StudiVZ wäre. Einen Nazi-Analyser für gepostete Bilder gibt es nicht und die Nennung von “Adolf Hilter” ist per se erstmal nicht verboten, sondern hängt von dem Kontext ab, indem dies geschieht.
Es steht also “Missbrauch” (rechtsextreme Inhalte) gegen “technische Unzulänglichkeiten des Systems” (Spam). Für das erste kann StudiVZ nichts, für das zweite sehr wohl. Und das schadet in einem hart umkämpften Markt (Facebook wächst weiterhin stark, Wer-kennt-Wen liefert sich mit StudiVZ ein heftiges Duell um den Thron) dem Produkt “StudiVZ”. Und weitere Rückschläge kann man nicht hinnehmen.
Mich würde es ja mal interessieren, wie StudiVZ jetzt darauf reagiert hat. Gibt es eine Task-Force “Spam”, die sofort zuschlägt? Werden versendete Nachrichten durchsucht? Oder die Einstellungen verändert, bei denen ein (Neu-)Mitglied Nicht-Kontakten schreiben darf (und wie vielen in welchen Intervallen)? Im Developer-Blog konnte ich dazu nichts finden, aber vielleicht wisst ihr ja mehr?
Qik auf dem iPhone – nur mit Jailbreak
17. Apr
Für viele vielleicht keine Neuigkeit, aber ich wollte gerade einmal Qik ausprobieren. Qik ist ein Livestream-Anbieter, mit dem man ganz leicht von seinem Handy einen Video-Livestream ins Netz stellen kann. Das Video wird live übertragen (es gibt ca. 20 Sekunden Differenz) und gleichzeitig aufgezeichnet – so dass man es sich auch später nochmal ansehen kann.Eines der bekannteren Videos ist hier sicherlich der Lobo-Stream vom Grimme Online-Award.
In der Liste der unterstützten Telefone findet sich dann auch das iPhone und dem Versuch stand nichts im Wege. Erst als ich im AppStore nichts zu Qik gefunden habe, wurde ich etwas stutzig. Nach kurzem Suchen stieß ich dann auf die offizielle Installationsanleitung für das iPhone: Als Optionen wird die Installation via Installer oder Cydia genannt – ein iPhone mit Jailbreak also vorrausgesetzt.
Geschuldet ist dies weniger Qik, als der merkwürdigen App-Politik von Apple. Da das iPhone in der aktuellen 2.x-Firmware noch kein Video beherrscht, werden alle Video-Apps nicht zugelassen. Da hat Qik sich wohl selbst etwas vergallopiert, immerhin kündigte man bereits im Oktober letzten Jahres eine baldige Qik-Version im AppStore an:
Die Qik-App scheint also fertig zu sein, nur gibt’s im Moment kein Vorbeikommen an Apple. Das wird sich dann aber wohl mit der Firmware 3 erledigt haben, denn mit der kann das iPhone auch offiziell Video.
Trotzdem finde ich diese Art der App-Restriktionen von Apple recht bescheiden und gerade wo schon der Video-Support angekündigt ist, könnte man doch solche Apps bereits freigeben.





