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Macbook: RAM aufrüsten

Manche kennen vielleicht das Gefühl: Das “Wheel of Fortune”, auch bekannt als der lustige “Sat.1 Ball” wird zum ständigen Begleiter unter Mac OS – das System lahmt, braucht bei diversen Aktionen lange zum Laden und kommt einfach nicht ganz mit. Ein gutes Jahr nach dem Kauf meines Macbook Pro war es auch bei mir soweit und die Auszeiten häuften sich. Nerv hoch drei.

Statt sabbernd auf alternative Mac-Modelle zu schielen, sollte man erstmal die Ursache des Problems finden.

Geschwindigkeitsbremsen identifizieren

Um die Systembremsen zu identifizieren lohnt ein Blick in die Aktivitätsanzeige. Dort könnt ihr nicht nur sehen, welches Programm wieviel an Arbeitsspeicher bzw. CPU-Leistung belegt, sondern wieviel davon insgesamt in Benutzung ist.

Ein Blick in die Aktivitätsanzeige offenbart: Die CPU ist kaum ausgelastet

Schnell sind auch die beim Macbook Pro mitgelieferten vier Gigabyte Ram nicht genug. Viele der ressourcenfressenden Programme benötigen nämlich vor allem eins: genügend Arbeitsspeicher. Photoshop, Lightroom, Parallels (da die Buchhaltung unter Windows läuft) und auch gerade  Firefox genehmigen sich schon mal jeweils weit über 1 GB Ram. Die Prozessoren lehnen sich schnuckelig zurück und sind kaum ausgelastet, während der Arbeitspeicher rackert wie bekloppt – in dem Fall hilft auch kein neues Macbook, sondern nur zusätzlicher RAM.

Wieviel Arbeitsspeicher verträgt mein Mac?

Aber wieviel RAM verträgt mein Mac(book) überhaupt? Und welchen Mac habe ich? Bei der Recherche stößt man schnell auf so tolel Schlagworte wie “Late 2009″ oder “Early 2010″, die einem AdHoc wenig weiterhelfen.

Abhilfe schafft das kostenlose Programm Mactracker, dass euren Mac identifiziert und alle möglichen Daten zur Verfügung stellt. Unter anderem auch, wieviel Arbeitsspeicher euer Mac maximal verträgt.

Unter dem Reiter "Memory/Graphics" seht ihr, wieviel Ram euer Mac verträgt

Neuen RAM kaufen

Mactracker liefert euch aber auch noch weitere wichtige Informationen: Nämlich welchen Arbeitsspeicher ihr benötigt und wieviel Slots, also Speicherbänke ihr zur Verfügung habt. In einem Macbook sind überlicherweise zwei Speicherbänke, wer also auf 8 GB aufrüsten will, benötigt zwei 4GB-Riegel. Günstig kommt das vor allem, wenn man im Bundle bestellt. Dafür bietet z.B. Geizhals eine gute Übersicht an Mac-tauglichen Arbeitsspeicher.

Persönlich bin ich ja ein Fan von Riegeln der Marke OCZ, die ordentlich Leistung für einen angemessenen Preis bringen. Da aber gerade mein gewünschtes 8GB-Bundle nicht lieferbar war, habe ich mich für die ValueSelect Riegel von Corsair entschieden (ganz genau: Corsair ValueSelect SO-DIMM Kit 8GB PC3-8500S CL7 (DDR3-1066) (CM3X8GSDKIT1066))

Arbeitspeicher austauschen

Der Austausch des Arbeitsspeichers ist kein Hexenwerk. In meinem Fall musste ich die Bodenplatte abschrauben und hatte direkten Zugriff auf die Speicherbänke. In keinen fünf Minuten war der Drops gelutscht. Apple stellt dazu  auch eine bebilderte Anleitung zur Verfügung, die allerdings das ältere Macbook Pro – Modell zeigt. Daran seht iht aber: Das ist echt easy. Schafft auch meine Oma :)

Benchmarks – Was bringt’s?

Was bringt das Upgrade von vier auf acht Gigabyte RAM? Wenn man Benchmark-Programme wie z.B. Xbench verwendet wird man erstmal keinen großen Unterschied feststellen, eventuell sogar einen kleinen Rückschritt. Das liegt an der Qualität des Arbeitsspeichers, denn Apple verbaut im Gegensatz zu anderen Herstellern nicht irgendeine Billigware mit miesen Taktungen.

Benchmark-Vergleich nach getauschtem RAM

Der wahre Vorteil offenbart sich, wenn ihr wieder einen Blick in die Aktivitätsanzeige werft und endlich wieder Luft zum Atmen habt. In meinem wirklich zufälligen Beispiel sind Photoshop und Lightroom geöffnet und insgesamt 5,65 GB RAM belegt.

2 GB RAM werden direkt in Beschlag genommen und trotzdem ist noch Reserve da

Vor der Aufrüstung hätte dieser Zustand für nervige Minuten und ein paar Macken in der Tischkante gesorgt, besonders wenn Firefox mal ein Minütchen länger geöffnet ist. Und jetzt: Kein Problem und wir haben sogar noch ein paar Reserven.

Nicht mehr ganz neu: Der Umstieg auf’s MacBook Pro

So, nach einem kleinen Blog-Urlaub ist auch die Generation ZweiNull wieder mit frischen Beiträgen zurück. Über  Weihnachten und Neujahr gab es natürlich einiges Wichtigeres zu tun, als zu bloggen: Gemeinst ist nicht nur die Zeit mit der Familie, sondern auch das Einrichten und in Betrieb nehmen neuer technischer Errungenschaften, die es teilweise auch schon zu meinem Geburtstag Anfang Dezember gab.

Ihr werdet natürlich vom neuen Spielzeug erfahren und ich werde artig berichten. Die größte Neuerung lief aber völlig unplanmäßig sämtlicher Festivitäten ab: Mein Umstieg auf den Mac. Im November reifte die Entscheidung endgültig in mir und im Dezember war es dann soweit: Ein 15″ MacBook Pro mit 2.8 GhZ und 4GB Ram löste mein bisheriges Dell XPS M1330 ab.

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Gründe für den Umstieg

Den Schritt hatte ich mir wohl überlegt – immerhin bin ich seit Jahren zufriedener Windows-Nutzer und habe erst vor kurzem alle Notebooks in der Wohnung auf Windows 7 umgestellt. Nachdem ich auch schon Windows-Netzerke und Exchange-Server in Betrieb genommen habe (während meinem Freiwilligen sozialen Jahr an einer selbstständigen Schule), war es schon eine kleine Überwindung die neue, weitestgehend unbekannte Welt des OS X zu betreten und den sicheren Hafen zu verlassen. Primär hatte ich zwei Hauptgründe für den Umstieg:

Grund 1 – (mobile) Leistung

Wie ich schon mal in dieser Umfrage zu eurem Arbeitsplatz erläutert habe, bin ich eigentlich ein Typ, der am Liebsten primär nur an einem Rechner arbeitet. Das ewige hin und her, aktualisieren da und hier macht mich im Produktivbetrieb nur kirre und im Zweifel hänge ich dann sowieso nur an meinem “Hauptrechner”. Ergo: Ich brauche ein wirkliches Notebook mit Wums, das alle meine Bedürfnisse abdeckt.

Das XPS tat zwar noch gute Dienste, für die angedachten Video-Spielereien war es allerdings zu schwach auf der Brust und Photoshop brachte es schon jetzt gerne mal an den Rand des Möglichen. Das 15 zöllige MacBook Pro bietet mir Mobilität und Leistung, wobei man letztere schwerlich vergleichen kann:

Objektiv betrachtet halten sich die Unterschiede auf der Hardware-Seite in Grenzen: Der Arbeitsspeicher ist bei 4 GB geblieben, statt einer 640 GB (sic!) Festplatte mit 5.400 Umdrehungen gibt es jetzt 500 GB mit 7.200 rpm und auch Windows 7 lief schon als 64 Bit Version. Dafür gibt es statt einem Dual Core Prozessor 2.0 Ghz nun einen mit 2.8 und doppeltem Cache (6MB statt 3), der von einer zweiten Grafikkarte unterstützt wird.

Subjektiv betrachtet macht alleine der Switch von Windows auf OS X einen Geschwindigkeitsboost aus: Der Mac läuft einfach (zumindest gefühlt!) wesentlich schneller, reagiert sofort. Selbst wenn nebenbei Parallels (mit Windows XP) läuft, damit ich in meinem Buchhaltungsprogramm fuhrwerken kann, merkt man kein Ruckeln, kein Zögern.

Grund 2 – Usability

Auf der Arbeit und bei Freunden konnte ich vorher den Mac schon etwas intensiver testen. Dabei habe ich mich schon ein klein bisschen in die Benutzerfreundlichkeit eines Macs verliebt. Alleine die Touchpad-Gesten gingen mir nach ein paar Stunden in Schweiß und Blut über und führten zu einigem Ärger zurück am eigenen Notebook. Aber auch ansonsten: Alle Funktionen sind eigentlich da, wo man sie erwarten würde. Das läuft halt einfach, besser kann ich es nicht beschreiben.

Nicht zuletzt liebäugle ich schon seit längerm mit der Nutzung von Espresso oder Coda, beides sehr mächtige Editoren für Webentwickler. Vergleichbares findet man für Windows nicht, am ehesten reicht vielleicht noch Adobes Dreamwaver heran – das ich aber nicht nur für überteuert, sondern auch für völlig überladen und schwerfällig halte. Bei Espresso und Coda reizte mich der smoothe Workflow, sinnvolle Funktionen und – ich gebe es zu – auch das coole Aussehen.

Die ersten Wochen mit dem Mac

Ein ausführlicheres Resüme folgt noch, aber nach den ersten Wochen mit dem Apfel kann ich bereits sagen: Den Umstieg habe ich bislang keine Sekunde bereut. Und das obwohl ich ein zufriedener Windows-Nutzer war und niemals dogmatisches MS-Bashing betrieben habe. Alles läuft wunderbar und kleinere Probleme sind dank Google schnell gelöst.

Da im heimischen Netzwerk auch noch weiterhin ein Notebook mit Windows 7 läuft, kann ich auch das direkte Zusammenspiel täglich testen. Beide (!) Betriebssysteme tun im Netzwerk fleißig ihren Dienst und kommunizieren brav miteinander. Hier auch nochmal ein großes Lob an Windows 7, die Zeiten von Verbindungsabbrüchen und elendigen Übertragungsraten sind tatsächlich vorbei.

Zum Schluß noch ein kleiner Dank: Einmal an Jens, der mir mir der Auswahl des richtigen MacBooks mit kleinen Tipps zur Seite stand und mir den Weg zum 15 Zöller schmackhaft gemacht hat. Zum Anderen an Caschy, der mich kurz vor meinem Bestellwahn noch auf den nahenden Blackfriday hingewiesen hat. Zwar war das Angebot über Apple on Campus trotzdem günstiger und der Blackfriday brachte keinen Preisvorteil für mich, aber das wusste ja niemand ;)