Nicht mehr ganz neu: Der Umstieg auf’s MacBook Pro
So, nach einem kleinen Blog-Urlaub ist auch die Generation ZweiNull wieder mit frischen Beiträgen zurück. Über Weihnachten und Neujahr gab es natürlich einiges Wichtigeres zu tun, als zu bloggen: Gemeinst ist nicht nur die Zeit mit der Familie, sondern auch das Einrichten und in Betrieb nehmen neuer technischer Errungenschaften, die es teilweise auch schon zu meinem Geburtstag Anfang Dezember gab.
Ihr werdet natürlich vom neuen Spielzeug erfahren und ich werde artig berichten. Die größte Neuerung lief aber völlig unplanmäßig sämtlicher Festivitäten ab: Mein Umstieg auf den Mac. Im November reifte die Entscheidung endgültig in mir und im Dezember war es dann soweit: Ein 15″ MacBook Pro mit 2.8 GhZ und 4GB Ram löste mein bisheriges Dell XPS M1330 ab.
Gründe für den Umstieg
Den Schritt hatte ich mir wohl überlegt – immerhin bin ich seit Jahren zufriedener Windows-Nutzer und habe erst vor kurzem alle Notebooks in der Wohnung auf Windows 7 umgestellt. Nachdem ich auch schon Windows-Netzerke und Exchange-Server in Betrieb genommen habe (während meinem Freiwilligen sozialen Jahr an einer selbstständigen Schule), war es schon eine kleine Überwindung die neue, weitestgehend unbekannte Welt des OS X zu betreten und den sicheren Hafen zu verlassen. Primär hatte ich zwei Hauptgründe für den Umstieg:
Grund 1 – (mobile) Leistung
Wie ich schon mal in dieser Umfrage zu eurem Arbeitsplatz erläutert habe, bin ich eigentlich ein Typ, der am Liebsten primär nur an einem Rechner arbeitet. Das ewige hin und her, aktualisieren da und hier macht mich im Produktivbetrieb nur kirre und im Zweifel hänge ich dann sowieso nur an meinem “Hauptrechner”. Ergo: Ich brauche ein wirkliches Notebook mit Wums, das alle meine Bedürfnisse abdeckt.
Das XPS tat zwar noch gute Dienste, für die angedachten Video-Spielereien war es allerdings zu schwach auf der Brust und Photoshop brachte es schon jetzt gerne mal an den Rand des Möglichen. Das 15 zöllige MacBook Pro bietet mir Mobilität und Leistung, wobei man letztere schwerlich vergleichen kann:
Objektiv betrachtet halten sich die Unterschiede auf der Hardware-Seite in Grenzen: Der Arbeitsspeicher ist bei 4 GB geblieben, statt einer 640 GB (sic!) Festplatte mit 5.400 Umdrehungen gibt es jetzt 500 GB mit 7.200 rpm und auch Windows 7 lief schon als 64 Bit Version. Dafür gibt es statt einem Dual Core Prozessor 2.0 Ghz nun einen mit 2.8 und doppeltem Cache (6MB statt 3), der von einer zweiten Grafikkarte unterstützt wird.
Subjektiv betrachtet macht alleine der Switch von Windows auf OS X einen Geschwindigkeitsboost aus: Der Mac läuft einfach (zumindest gefühlt!) wesentlich schneller, reagiert sofort. Selbst wenn nebenbei Parallels (mit Windows XP) läuft, damit ich in meinem Buchhaltungsprogramm fuhrwerken kann, merkt man kein Ruckeln, kein Zögern.
Grund 2 – Usability
Auf der Arbeit und bei Freunden konnte ich vorher den Mac schon etwas intensiver testen. Dabei habe ich mich schon ein klein bisschen in die Benutzerfreundlichkeit eines Macs verliebt. Alleine die Touchpad-Gesten gingen mir nach ein paar Stunden in Schweiß und Blut über und führten zu einigem Ärger zurück am eigenen Notebook. Aber auch ansonsten: Alle Funktionen sind eigentlich da, wo man sie erwarten würde. Das läuft halt einfach, besser kann ich es nicht beschreiben.
Nicht zuletzt liebäugle ich schon seit längerm mit der Nutzung von Espresso oder Coda, beides sehr mächtige Editoren für Webentwickler. Vergleichbares findet man für Windows nicht, am ehesten reicht vielleicht noch Adobes Dreamwaver heran – das ich aber nicht nur für überteuert, sondern auch für völlig überladen und schwerfällig halte. Bei Espresso und Coda reizte mich der smoothe Workflow, sinnvolle Funktionen und – ich gebe es zu – auch das coole Aussehen.
Die ersten Wochen mit dem Mac
Ein ausführlicheres Resüme folgt noch, aber nach den ersten Wochen mit dem Apfel kann ich bereits sagen: Den Umstieg habe ich bislang keine Sekunde bereut. Und das obwohl ich ein zufriedener Windows-Nutzer war und niemals dogmatisches MS-Bashing betrieben habe. Alles läuft wunderbar und kleinere Probleme sind dank Google schnell gelöst.
Da im heimischen Netzwerk auch noch weiterhin ein Notebook mit Windows 7 läuft, kann ich auch das direkte Zusammenspiel täglich testen. Beide (!) Betriebssysteme tun im Netzwerk fleißig ihren Dienst und kommunizieren brav miteinander. Hier auch nochmal ein großes Lob an Windows 7, die Zeiten von Verbindungsabbrüchen und elendigen Übertragungsraten sind tatsächlich vorbei.
Zum Schluß noch ein kleiner Dank: Einmal an Jens, der mir mir der Auswahl des richtigen MacBooks mit kleinen Tipps zur Seite stand und mir den Weg zum 15 Zöller schmackhaft gemacht hat. Zum Anderen an Caschy, der mich kurz vor meinem Bestellwahn noch auf den nahenden Blackfriday hingewiesen hat. Zwar war das Angebot über Apple on Campus trotzdem günstiger und der Blackfriday brachte keinen Preisvorteil für mich, aber das wusste ja niemand ;)
