Wie ich ja bereits desöfteres geschrieben habe, nutze ich die freie Analysesoftware Piwik. Die läuft auf dem eigenen Server und die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Für manche Kunden oder für Menschen die sensibel mit dem Datenschutz ihrer Besucher umgehen, ist das essentiell.
Gestern erschien nun die Version 1.1 von Piwik – mit einem “critical security fix” – das sofortige Update wurde empfohlen. Gesagt, getan. Doch das Update ist nicht kompatibel mit dem wunderbaren WordPress Plugin WP-Piwik von André Bräkling. Der Embed-Code wird nicht richtig eingefügt, da der HTML-Code in Entities umgewandelt wird. Folge: Ein Tracking der Besucherdaten findet nicht mehr statt und die Website wird am Ende von unschickem HTML-Gewusel verziert (Beitrag im Piwik-Forum dazu).

Heute erschien dann auch direkt Update auf Version 1.1.1, das zwar andere Fehler behebt – aber nicht diesen. Da ich Piwik für viele (Kunden-) Seiten einsetze, habe ich das Für und Wieder abgewogen und mich trotz der Sicherheitsbedenken für ein Downgrade auf Version 1.0.0 entschieden.
Downgrade von Piwik
- Die alten Versionen von Piwik findet ihr in der Developer Zone von Piwik: Hier ist die Version 1.0.0, bzw. direkt der Link zur Zip-Datei.
- Backupt eure bisherige Installation!
- Mit Ausnahme des Ordners “config” alle Dateien hochladen.
- Das Backend von Piwik besuchen, eventuell müsst ihr im Ordner “tmp/assets” noch ein paar alte Dateien löschen.
Ich rate allerdings zur erhöhten Vorsicht und ein aufmerksames Auge in den nächsten Tage auf ein weiteres Update von Piwik oder WP-Piwik.
Ist Piwik einmal installiert, lassen sich damit mehrere Websites auswerten. Ihr müsst also nicht für jede Eurer Seiten eine neue Piwik-Installation aufsetzen, sondern einfach die neue Website hinzufügen und den entsprechenden Tracking-Code dort einbinden.
Was der Vorgänger PHPMyVisites noch hatte, fehlt Piwik: Eine Art Dashboard mit der Zusammenfassung der wichtigsten Infos aller Websites. Was man bei einer oder zwei Websites vielleicht noch verschmerzen kann, entwickelt sich bei vielen Sites zum nervigen Zeitfresser. Abhilfe schafft das MultiSitesPlugin.
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