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In 4 Schritten zum datenschutzkonformen Besuchertracking mit Piwik

Das Backend von Piwik

Über die OpenSource-Analysesoftware Piwik habe ich bereits desöfteren geschrieben. Im Gegensatz zu Google-Analytics wird Piwik auf dem eigenen Server installiert und die Daten werden damit nicht an Dritte (Google) ins Ausland (USA) übertragen – und damit auch nicht weiterverarbeitet.

Die Entwickler von Piwik haben sich nun mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein zusammengesetzt und erarbeitet, wie Piwik in Deutschland datenschutzkonform eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse sind in einem 17 seitigen PDF-Dokument zusammengefasst, dass hier heruntergeladen werden kann. Das erfreuliche Ergebnis vorab: Ja, Piwik kann datenschutzkonform betrieben werden: (weiterlesen …)

Piwik: Aktuelles Update nicht kompatibel mit WP-Piwik

Wie ich ja bereits desöfteres geschrieben habe, nutze ich die freie Analysesoftware Piwik. Die läuft auf dem eigenen Server und die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Für manche Kunden oder für Menschen die sensibel mit dem Datenschutz ihrer Besucher umgehen, ist das essentiell.

Gestern erschien nun die Version 1.1 von Piwik – mit einem “critical security fix” – das sofortige Update wurde empfohlen. Gesagt, getan. Doch das Update ist nicht kompatibel mit dem wunderbaren WordPress Plugin WP-Piwik von André Bräkling. Der Embed-Code wird nicht richtig eingefügt, da der HTML-Code in Entities umgewandelt wird. Folge: Ein Tracking der Besucherdaten findet nicht mehr statt und die Website wird am Ende von unschickem HTML-Gewusel verziert (Beitrag im Piwik-Forum dazu).

Heute erschien dann auch direkt Update auf Version 1.1.1, das zwar andere Fehler behebt – aber nicht diesen. Da ich Piwik für viele (Kunden-) Seiten einsetze, habe ich das Für und Wieder abgewogen und mich trotz der Sicherheitsbedenken für ein Downgrade auf Version 1.0.0 entschieden.

Downgrade von Piwik

  1. Die alten Versionen von Piwik findet ihr in der Developer Zone von Piwik: Hier ist die Version 1.0.0, bzw. direkt der Link zur Zip-Datei.
  2. Backupt eure bisherige Installation!
  3. Mit Ausnahme des Ordners “config” alle Dateien hochladen.
  4. Das Backend von Piwik besuchen, eventuell müsst ihr im Ordner “tmp/assets” noch ein paar alte Dateien löschen.

Ich rate allerdings zur erhöhten Vorsicht und ein aufmerksames Auge in den nächsten Tage auf ein weiteres Update von Piwik oder WP-Piwik.

Streit um GoogleAnalytics geht weiter

Einer meiner ersten Blog-Artikel hier ging der Frage “Ist GoogleAnalytics nach deutschem Recht unzulässig?” nach. Eine Klärung ist immer noch nicht erfolgt, allerdings wollen die Datenschützer aus Bund und Ländern Webseiten Betreiber notfalls auch mit Sanktionen zum Verzicht bewegen. Thomas schreibt dazu auch in seinem Blog Internet-Law:

Die konkrete Diskussion um Analytics könnte Google selbst durch eine striktere Anonymisierung von IP-Adressen und eine Änderung der Nutzungsbedingungen entschärfen. Google sollte zudem auf eine gerichtliche Klärung der Fragen um Analytics hinwirken, damit der Nutzer weiß woran er ist.

Das stimmt wohl, allerdings erwähnt er auch, dass die Diskussion sich zwar gerade an GoogleAnalytics festbeißt, es aber noch genügend andere Dienste mit gleicher Funktion gibt, die davon auch betroffen wären. Ich nutze und empfehle weiterhin die OpenSource Auswertung Piwik, bei der die Daten auf dem eigenen Server liegen und nicht über Dritte laufen.

Piwik: Übersicht aller Websites

Ist Piwik einmal installiert, lassen sich damit mehrere Websites auswerten. Ihr müsst also nicht für jede Eurer Seiten eine neue Piwik-Installation aufsetzen, sondern einfach die neue Website hinzufügen und den entsprechenden Tracking-Code dort einbinden.

Die Übersicht aller Seiten

Was der Vorgänger PHPMyVisites noch hatte, fehlt Piwik: Eine Art Dashboard mit der Zusammenfassung der wichtigsten Infos aller Websites. Was man bei einer oder zwei Websites vielleicht noch verschmerzen kann, entwickelt sich bei vielen Sites zum nervigen Zeitfresser. Abhilfe schafft das MultiSitesPlugin.

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