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WordPress und WordPress MU werden ab Version 3 eins

wpmuEin mögliches Einsatzszenario einer WordPress MU – Installation habe ich bereits in einem meiner ersten Postings beschrieben. Wie nun diverse Quellen berichten, soll die MultiUser-Variante von WordPress mit der “normalen” Version verschmolzen werden. Als Perspektive wird dafür Version 3 genannt und die Information als gesichtert angesehen, immerhin stammt sie vom WordPress-Entwickler Matt Mullenweg selbst.

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FireStats – Statistiken für WPMU

Für eine mit WordPress MU realisierte Blogplattform musste eine Lösung her, wie die Blog-Benutzer automatisch Statistiken über ihre Besucher auf ihrem Blog erhalten können. Drittanbieter wie GoogleAnalytics durften dabei (aus bekannten Gründen) nicht verwendet werden und das Installieren von Piwik pro einzelnem Blog ist keine Option – viel zu aufwendig. Es musste also eine simple Lösung sein, die den einzelnen Blog-Besuchern kaum bis wenig Arbeit bereitet.

Die Lösung bietet FireStats, von den Herausgebern des WPMU Plugin Commanders, den ich ja bereits gestern vorgestellt habe. FireStats ist für mehrere Plattformen erhältlich – unter anderem auch für WordPress MU. Die Installation (nicht in den Ordner “mu-plugins”, sondern in den normalen Plugin-Ordner!) verläuft ohne Probleme und ist einfach zu handeln.

Ein Vorteil im späteren Betrieb ist – wie ich finde -, dass FireStats pro Blog aktiviert werden muss. Mittels des Plugin Commanders kann man standardmäßig FireStats aktivieren, aber jeder einzelne Blog hat noch theoretisch die Möglichkeit, auf FireStats und damit auf die Statistiken zu verzichten (für absolute Datensammel-Verzichter oder solche, die Piwik nutzen). Das ist immer gut und spart im Falle des Falles enormen Ärger mit einem der Blog-Benutzer.

Individuelle Auswertungen für jeden Blog

Eure Blog-Benutzer erhalten auf dem Dashboard ein kleines Widget und können bei Bedarf detaillierte Auswertungen einsehen. Klappt alles problemlos und ist gerade für eine standardmäßige Minimal-Lösung ohne größeren Aufwand ideal: Es ist da, es funktioniert automatisch und es liefert Daten. So einfach und doch so zweckmäßig:

firestats_dashboard

firestats_plugin_1

Natürlich ist es kein Ersatz für Piwik oder phpMyVisites, aber für den einfachen Blog-User ohne größeren technischen Hintergrund durchaus ausreichend.

Zuletzt sei angemerkt, dass ich zuerst das kürzlich erschiene Wibstats für WordPress MU ausprobiert habe, welches den selben Zweck erfüllen soll. Die Einbindung hat auch wunderbar geklappt, die Datenbanken wurden angelegt – nur leider wollte Wibstats ums Verrecken keine Besucher zählen. Die Datenbank-Tabellen blieben einfach leer.

Komfortable Plugin-Verwaltung für WPMU

Über den Einsatzzweck von WordPress MU habe ich ja schon mal geschrieben. Betreibt man keine eigene Blog-Plattform ist der primäre Zweck, sich Arbeit bei der Wartung abzunehmen.

Standardmäßig ist das aber bei der Plugin-Verwaltung nicht der Fall. Zwar greifen alle Blogs auf den gemeinsamen Plugin-Stamm zurück, aber die Möglichkeit globaler Aktivierungen von Plugins gibt es nicht. Jetzt spart man sich zwar die Plugin-Updaterei, installiert man aber ein neues Plugin, muss man dies in jedem Blog einzeln aktivieren – nervig.

Abhilfe schafft da der Plugin Commander, mit dem der Backend standardmäßig Plugins für neue Blogs aktivieren kann oder auch im Nachhinein eine Mass-Acitivation für neue Plugins durchführen kann:

plugin_commander

Funktioniert tadellos und spart Arbeit.

Was macht eigentlich ein gutes Blog-Design aus?

Das Webdesignblog fragt sich grade selbstkritisch nach Schwächen des eigenen Blogdesigns. Ich habe etwas ausführlicher geantwortet und dabei juckte es mir direkt in den Fingern, das Thema mal anzugehen.

Design != Theme

Der Begriff des Designs umfasst bei mir etwas mehr, als bloße Farbangaben und Verläufe. Da Geschmack auch immer subjektiv ist, möchte ich mich auch gar nicht dazu erdreisten irgendwelche in ihrer Farbkombination oder Ähnlichem zu kritisieren. Design ist mehr als ein WordPress-Theme. Zum guten Blog-Design gehört auch die Auswahl bestimmer Elemente, deren Anordnung und Benutzerfreundlichkeit. Betrachtet den Blog aus Benutzerperspektive: Was will der Leser sehen, was bietet ihm einen Mehrwert?

Erstens: Den Inhalt ins Zentrum rücken

“Content is King” sagt man so schön und ich glaube fest an diese Aussage. In einem Blog geht es hauptsächlich um die Inhalte. Ich bin antürlich der festen Auffassung, dass ein gut aussehendes Design nicht gerade schädlich ist, aber wegen einer schönen Headergrafik ist bei mir noch kein Blog im Feedreader gelandet.

Rücken wir also den Inhalt ins Zentrum. Der im Webdesignblog verlinkte Netsetter macht dies in der Gestaltung hervorragend: Die Beiträge nehmen den meisten Platz ein, die Sidebar ist auf das Nötigste beschränkt.

blogdesign_inhalt

Nun ist das hier kein Aufruf zum massenhaften Nachahmen. Auch auf andere Art und Weise lässt sich der Inhalt verstärkt ins Blickfeld rücken. Wenn sich euer Leser für euren Inhalt interessiert, ist er auch gewillt mehr von Euch zu lesen. Ziel ist es daher, dem Leser mit so wenig Aufwand wie möglich weitere Beiträge anzubieten.

Am einfachsten lässt sich dies über eine Anzeige der letzten Beiträge in der Sidebar regeln. Das klingt zu simpel? Möglich, aber gerade wenn ein neuer Leser über eine Suchmaschine oder einen Verweis auf dem Blog gelandet ist, hat er direkt eine Übersicht eurer letzten Beiträge.

blogdesign_recent

Etwas gehaltvoller ist es aber schon, bestimmte Beiträge (sogenannte “Features Posts”) hervorzuheben. Wenn ihr großartig recherchierte Artikel habt, die nicht nach einiger Zeit auf Seite 3, 10 und 27 eures Blogs verschwinden sollen, ist das die Lösung eurer Wahl.

blogdesign_featured

Als Leser finde ich es auch immer als hilfreich, am Ende eines Beitrages direkt auf weitere Beiträge hingewiesen zu werden. Dies ist einmal über eine Weiter- und Zurück Navigation (aber bitte immer mit Beitragstiteln) und durch eine Anzeige an verwandten Beiträgen (“Related Posts”) möglich.

blogdesign_aehnliche

Zweitens: Den Leser stärken

Wer viel interessantes zu erzählen hat, aber wenig Lust auf seine Besucher sollte vielleicht doch lieber ein Buch veröffentlichen, statt einen Blog zu schreiben. Ein Blog lebt vom Feedback (und ja: dieses Blog hier lebt noch nicht wirklich). Natürlich hat dies auch immer mit der Bekanntheit eines Blogs zu tun (und damit auch mit den Inhalten), aber es gibt Mittel und Wege die die Interaktion mit dem Leser entweder bestärken oder unterbinden.

Das wichtigste ist natürlich, dass man es dem Leser so einfach wie möglich macht einen Beitrag zu kommentieren und darauf auch aufmerksam macht. Hebt das Kommentarfeld etwas optisch hervor, fordert zum Kommentieren auf und zeigt damit, dass ihr an Feedback interessiert seid.

blogdesign_kommentare

Ihr erhöht die Kommentarrate natürlich auch dadurch, wenn man sehen kann, welchen Stellenwert Kommentare bei Euch haben. Das betrifft nicht nur euren persönlichen Umgang damit (antworte ich auf Kommentare oder lasse ich alles so stehen), sondern auch an welcher Stelle die Kommentare auftauchen (abgesehen vom kommentierten Artikel selbst). Eine Auflistung der letzten Kommentare oder der Besucher mit den meisten Kommentaren setzen nochmal besondere Akzente.

blogdesign_kommentatoren

In einem gewissen Rahmen ist es ausserdem hilfreich, dem Benutzer Macht über das eigene Blog zu geben – wenn auch indirekt. Mögliche Ansätze sind hier zum einen die Bewertung von Beiträgen und deren spätere Ausgabe (die am besten bewerteten Beiträge), als auch eine Liste der am meisten kommentierten Artikeln. Prominent plaziert bestimmen somit die Leser, was in eurem Blog interessant ist und nicht ihr selbst (wie oben beim Beispiel der “Featured Posts”).

blogdesign_popular

Drittens: Inhalte dem Leser zugänglich machen

Die wenigsten Blogs sind auf einen einzelnen Aspekt eines Themas fokussiert (beispielsweise eine ganz bestimmte Firefox-Erweiterung), sondern decken ein oder mehrere Themenfelder mit diversen Subthemen ab. Euer Leser interessiert sich aber entweder grundsätzlich nicht für Thema X, sehrwohl aber für Thema Y oder sucht grade konkret nach Informationen zu diesem einen Thema, weil er ein technisches Problem oder Ähnliches hat.

Um den Benutzer zielgerichtet Informationen anbieten zu können, ist es also nicht nur für Euch wichtig, die Beiträge entsprechend zu strukturieren (über Kategorien und Tags), sondern diese Struktur auch im Blog wieder anzubieten. Am häufigsten geschieht dies sicherlich über eine Suchwolke und die Auflistung der Kategorien.

blogdesign_cats

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Suchfunktion. Auffällig und zugänglich platziert kann der Suchende hier schnell die Inhalte finden, die er sucht. Es ist ganz simpel: Nur wenn man die Suche auch anbieten, können Inhalte gefunden werden. Ansonsten verschwindet der Besucher ohne den gewünschten Inhalt gelesen zu haben und das ist nicht gerade ein guter Grund, euren Blog nochmals zu besuchen.

Abschließende Anmerkungen

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten: Ob inhaltlicher Natur (Umfragen, offene Fragestellungen), redaktionelle Öffnung (Gastbeiträge) oder durch technische Erweiterungen (eigne Links eintragen, Themen vorschlagen). Dies war nur ein kurzer erster Einblick, den ich auch gerne nochmal weiterführe und vertiefe. Natürlich auch, weil dieser Blog selbst noch nicht alle Ansprüche erfüllt, die ich an ihn gesetzt habe. Aber das wird kommen und dann wird auch entsprechend darüber geschrieben, wie die konkrete Realisierung aussehen kann.

Der Start des eigenen Blogs: WordPress MU vs. WordPress

Eigentlich könnte es ja so einfach sein: Man entschließt sich (mit WordPress) zu bloggen, installiert WordPress auf dem eigenen Webspace und legt los. Zahlreiche Foren und Blogs unterstützen einen dann dabei, das richtige Theme oder die passende Erweiterung zu installieren.

Ich möchte aber einen Schritt vorher ansetzen: Bei der strategischen Frage nach der Auswahl des Systems. “Was soll ich denn mit WordPress MU anfangen?” fragt sich da der eine oder andere. Schließlich ist Wordpres MU ja die Multiuser-Version von WordPress, wie sie z.B. auch auf WordPress.com eingesetzt wird. Leicht lassen sich damit eigene Blogs in der Form subdomain.eigene-domain.tld anlegen. Wer die Registrierung freigibt, kann sogar ein eigenes Blognetzwerk schaffen.

Wann ist WPMU als Plattform interessant?

Doch wieso sollte man als “normaler” Blogger auf WPMU zurückgreifen? Da ich mich gerade beruflich etwas mit WPMU beschäftige, stieß ich in den diversen Foren auf einen interessanten Ansatz: Da wird WPMU (in Verbindung mit einigen Erweiterungen) genutzt, um bei mehreren eigenen Blogs den Wartungsaufwand zu minimieren. Plant man also in absehbarer Zeit mindestens ein weiteres Blog zu starten, kann man mit WordPress MU sich eine Menge Zeit und Arbeit ersparen. Aber auch für kleinere Unternehmen oder Selbstständige, die einigen Kunden ein Blog aufsetzen wollen, kann sich der Einsatz hier lohnen.

Vorteile beim Einsatz von WPMU

Der offensichtlichste Vorteil beim Einsatz einer Multiuser-Umgebung ist, dass man sich die Zeit für zusätzliche Installationen spart. Datenbank anlegen, Source hochladen und die Installationsroutine zu durchlaufen werden also überflüssig. Für erfahrene Benutzer spielen diese Arbeitsschritte aber kaum eine Rolle, in maximal fünf Minuten hat man das abgehakt.

Interessanter wird es da schon beim Updaten: Erscheint eine neue WordPress-Version, ein Security-Fix oder eine neue Version einer eingesetzten Erweiterung geht es los: Sämtliche Blogs müssen geupdatet werden. Ganz aktuell ist natürlich das Beispiel der Umstellung auf Sommerzeit: Auch wenn der einzelne Arbeitsschritt nicht viel Zeit kostet, so ist es doch nervig und letztendlich macht es die Masse aus.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich beim Einrichten neuer Blogs, da diverse Einstellungen bereits vorgegeben werden können, Erweiterungen installiert und Themes vorhanden sind. Also nicht erst wieder das große Erweiterungsinstallieren und Themesuchen. Das Nötige ist bereits vorhanden und kann auch für einzelne Blogs (de-)aktiviert werden. Nur das Nachinstallieren eventuell fehlender Erweitertungen/Themes muss noch erledigt werden.

Auch der Aufwand für die manuelle Datensicherung reduziert sich drastisch, es reicht die eine Datenbank und die eine Ordnerstruktur zu sichern und der Aufwand muss nicht für jedes Blog einzeln wiederholt werden.

Nachteile von WPMU

Es könnte ja so einfach sein und der Einsatz von WPMU wäre immer empfehlenswert, für den Fall der Fälle… So leicht ist es aber nicht. WordPress MU basiert zu 99% auf WordPress. Das eine Prozent macht aber schon einen größeren Unterschied:

  • Neue Versionen für WPMU sind immer erst deutlich nach einer neuen WordPress-Version erhältlich. So erschien WordPress 2.7 bereits am 11. Dezember 2008, die Version 2.7 von WordPress MU aber erst am 29. Januar 2009. Aktuell ist auch noch keine MU-Version 2.7.1 erhältlich, wohingegen es die Version für die normale WP-Installation seit längerem gibt.
  • Nicht alle Plugins funktionieren mit WPMU problemlos. Einige funktionieren gar nicht, andere (wie z.B. auch die von mir eingesetzte Fancy Box, nach Empfehlung von Caschy) funktionieren zwar im Blog, machen aber Probleme im Admin-Bereich.
  • Der anfängliche Aufwand, sich in die Funktionsweise von WPMU einzuarbeiten, ist im Gegensatz zum normalen System höher. Für mich stellt das zwar kein großes Problem dar, aber für den ein oder anderen dürfte dies eventuell schon zu viel des Guten sein.
  • Sämtliche beschriebene Vorteile, können sich auch schnell nachteilig auswirken: Crasht die WPMU-Installation einmal, ist das Backup unbrauchbar oder eine Erweiterung blockiert das ganze System, so sind ggf. alle dort laufenden Blogs in Mitleidenschaft gezogen.

Fazit und Ausblick

Einige Aspekte habe ich noch nicht erwähnt. Hat man z.B. ein gut besuchtes Blog aufgebaut, muss man sich über kurz oder lang Gedanken über die Performance des Systems machen. Bei WPMU-Installationen kann dies aber schneller der Fall sein, als einem vielleicht lieb ist. Trotzdem ist dies für mich kein generischer Nachteil einer WPMU-Installation. Zudem funktioniert das automatische “Pingbacken” scheinbar seit MU-Version 2.6.2 nicht mehr, man muss manuell die Trackback-URLs eingeben – ein Fehler der sicherlich hoffentlich in MU-Version 2.8.x behoben wird.

WordPress MU eignet sich besonders dann, wenn man schon im Vorfeld weiß, dass man mehrere Blogs betreiben will – egal ob man vorhat dies selbst zu tun, oder einzelnen Kunden anzubieten. Der Aufwand für den Grundbetrieb, Updates und die Datensicherung kann man so reduzieren. Eine gewisse Erfahrung im Umgang mit WordPress und eventuelle PHP-Grundkenntnisse sollten vorhanden sein, auch um einige Erweiterungen auf MU-Tauglichkeit umzuarbeiten, sollten aber vorhanden sein. Wer also schon arge Probleme beim Einsatz einer normalen WP-Installation hat, sollte sich den Umstieg/Einstieg auf WPMU gut überlegen.

Einige der angesprochenen Funktionen und Vorteile von WPMU basieren auf dem Einsatz spezieller MU-Erweiterungen. Die hier einzeln vorzustellen hätte den Rahmen gesprengt, ich werde diese aber in kommenden Beiträgen näher vorstellen.