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WordPress: Wenn auf einmal alle Artikel verschwinden

Wenn am Telefon eine entsetze Kundin fragt “Wo sind alle Artikel hin? Hast Du die gelöscht?”, verheißt das oft nichts Gutes. Und tatsächlich: im konkreten Fall war auch das Backend von WordPress leer und auf der Seite gähnte einem nur “Keine Beiträge gefunden” entgegen.

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Das ist natürlich weniger schön, aber im konkreten Fall sehr schnell behoben.

Schritt Eins: Ruhe bewahren

Das allerwichtigste, nicht von einer möglichen Hektik anstecken lassen. Überlegt, was ihr tut und warum. Hilfreich ist da, wenn täglich Backups gezogen werden. Denn mit dem Wissen arbeitet man schon viel ruhiger.

Schritt Zwei: Ein Blick auf die Datenbank

Nicht erwähnt habe ich, dass ich natürlich sofort im WordPress-Backend nachgeschaut habe, wo denn alle Artikel sind. Das setze ich mal aus selbstverständlich voraus. Ein Blick auf die Datenbank bringt da schon wesentlich mehr Aufschluss. In der Regel verwendet man dafür spezielle Management-Tools, am verbreiteten ist phpMyAdmin. Das ist entweder von Hause aus bei Euch schon installiert oder kann auch unkompliziert als WordPress-Erweiterung heruntergeladen werden.

Aber Vorsicht: Ich gebe hier keinen Crashkurs in MySQL-Basics. Wenn ihr kaum oder keine Erfahrung mit MySQL habt, solltet ihr sehr vorsichtig vorgehen (oder jemanden Fragen der sich damit auskennt). Löscht ihr einen Beitrag in einem CMS wird dieser oftmals nicht in der Datenbank gelöscht, sondern bekommt nur den Hinweis “deleted” und wird dem Redakteur ausgeblendet. Was ihr aber direkt in der Datenbank löscht und verunstaltet hat unmittelbare Auswirkungen und kann gegebenenfalls üble Folgen haben. Obacht also!

So sieht es aus, wenn alles in Ordnung ist.

So sieht es aus, wenn alles in Ordnung ist.

Ruft ihr phpMyAdmin dann auf, seht ihr die verschiedenen angelegten Tabellen und diverse Informationen dazu, unter anderem auch wie viele Einträge darin gespeichert sind (siehe Bild). Und tatsächlich: Im konkreten Fall gab mir phpMyAdmin für die Tabelle “wp-posts” (dort werden alle Artikel abgespeichert) die Meldung “table in use” aus, keine weiteren Informationen (das ist jetzt nicht auf dem Bild zu sehen, denkt euch aber die entsprechenden Infos in der Tabellenzeile weg). Die Tabelle hatte sich also offensichtlich etwas verheddert.

Schritt Drei: Reparieren

Der Reparaturvorgang ist mehr als einfach. Ihr wählt den Haken bei der Tabelle aus und wählt dann unten “Ausgewählte: Reparieren”. Den Rest macht (hoffentlich) MySQL alleine und schon sind wieder alle Einträge da.

Zeile auswählen und "reparieren"

Zeile auswählen und "reparieren"

Das ist wahrlich kein Grund in Panik zu verfallen und die Lösung innerhalb von wenigen Minuten vollzogen.

Woher kommt das Problem?

Datenbank-Tabellen können sich schon mal verheddern – mir ist es schon zwei, dreimal bei einer größeren TYPO3-Installation passiert. Dort hatte sich im Abstand von mehreren Monaten die Tabelle für die Realurl-Ausgabe verhackt. Die Folge: Keine Unterseite konnte mehr aufgerufen werden. So etwas passiert, ist aber relativ selten. Im konkreten Fall “WordPress” ist es mir noch nie passiert – und ich betreue ja so einige Blogs.

Disclaimer – Es gibt viele Ursachen

Natürlich ist diese Lösung jetzt nur Beispielhaft für das konkrete Problem. Es kann natürlich auch viele andere Ursachen geben, von Selbstverschulden bis zu Hacker-Angriffen. Ich empfehle auf jeden Fall immer einen Blick auf die Datenbank zu werfen – so könnt ihr sehen ob noch Daten vorhanden sind (in diesem Fall die Funktionen “Überprüfen” und “reparieren” nutzen) oder die Tabelle tatsächlich leer ist. Generell solltet ihr aber dafür sorgen, dass regelmäßig Backups gezogen werden. Ob ihr dies für Euch selbst erledigt oder eben euren Hoster machen lasst (falls er es nicht ohnehin tut), sei euch überlassen.

WordPress und WordPress MU werden ab Version 3 eins

wpmuEin mögliches Einsatzszenario einer WordPress MU – Installation habe ich bereits in einem meiner ersten Postings beschrieben. Wie nun diverse Quellen berichten, soll die MultiUser-Variante von WordPress mit der “normalen” Version verschmolzen werden. Als Perspektive wird dafür Version 3 genannt und die Information als gesichtert angesehen, immerhin stammt sie vom WordPress-Entwickler Matt Mullenweg selbst.

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Benutzerdefinierte Felder in WordPress ausgeben

Vorab

In der Regel sitze ich ja den Tag über am Rechner und baue an irgendwelchen Websites rum. Überwiegend auf TYPO3-Basis, zuletzt gibt es aber eine horrende Häufung an WordPress-Projekten. Da kommt es dann permanent vor, dass ich irgendeine Funktion/ein Verhalten erreichen will und dafür eine Lösung finde(n muss). Das ist mal aufwendig, öfter aber auch ganz simpel. (weiterlesen …)

WordPress das Zählen beibringen

Nicht erst in diesem Blog hatte ich das Problem, dass WordPress statt der tatsächlichen Anzahl der Kommentare, die Summe aus Kommentaren und Trackbacks anzeigt. Auch ich empfinde das als etwas störend, da für mich Trackbacks nicht unbedingt mit Kommentaren gleichzusetzen sind. Für schnelle Abhilfe sorgt in diesem Fall Jeriko, der in seinem Blog das passende Snippet zur Verfügung stellt. Das einfach im eigenen Theme-Ordner in die functions.php packen und fertig: WordPress zählt ab jetzt richtig.