Beiträge getaggt mit Zensursula
Jetzt remixen: teAM-Song der CDU
17. Aug
Wahlkampf ist eigentlich wie eine Party: Musik gehört dazu. Um im Bild zu bleiben: Ich würde nie eine CDU-Party besuchen, denn die schwarzen Zensurritter spielen mit Abstand die schlechtesten Lieder, da ist keine Stimmung auf der Tanzfläche. Zielsicher schaffen sie es jedes mal einen Flop nach dem nächsten zu produzieren. Aber nach unten gibt es ja bekanntlich keine Grenzen.
Der offizielle “teAM Deutschland Song” mit dem Titel “Wir sind wir” unterbietet mit Leichtigkeit alle mir bekannten Wahlkampf-Songs. Nicht nur, dass der Text völlig beliebig ist und genauso gut ein SPD-Song sein könnte, es findet sich auch keine politische Botschaft darin. Nicht eine einzige. Das Video fügt sich in das Gesamtbild, spielt ausschließlich im Studio. Und nein: Weder Angela Merkel, Ronald Pofalla noch sonst jemand von der CDU besucht die Sänger und den (Zitat) “Erfolgsproduzenten” im Studio. Apropos: Letzterer heißt Lesie Mandoki, wird aber vom teAM Deutschland immer Mandokie geschrieben, sieht aus wie Wolle Petry ohne Freundschaftsbänden und war Sänger von Dschingis Khan. Das wahlkämpfende Musik-Elend was ich versucht habe zu beschreiben sieht so aus:
Neues von Zensursula
01. Aug
Heute mal etwas Neues vom “Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen”. Gestern lief ein interessanter Beitrag im ZDF-Magazin Aspekte, den vielleicht nicht alle zu solch später Stunde gesehen haben. Aber dafür gibt’s ja das Internet, der Beitrag steht auf YouTube bereit:
Wissenschaft trifft Politik trifft Netzgemeinschaft – Der Münte-Talk
07. Jul
Die NRW School of Governance hatte heute Franz Müntefering zu einem Talk über die Stärkung der Demokratie geladen. Müntefering sollte sich aber nicht nur den Fragen von Prof. Karl-Rudolf Korte und den Studenten vor Ort stellen, der sogenannte “Münte-Talk” war multimedial angekündigt und ausgelegt: Via YouTube-Videos sollten bereits vorher Fragen eingeschickt werden, die Veranstaltung wurde per Livestream ins Netz übertragen und immer mal wieder sollten per Twitter gestellte Fragen von Müntefering beantwortet werden.
Für eine Universität und auch für den (bekennenden) Offliner Müntefering ein gewagtes bis revolutionäres Konzept, bei dem natürlich auch nicht alles glatt lief.
Dabei fängt es doch gerade erst an
20. Jun
Im April war alles noch anders. Damals fand die re:publica in Berlin statt, viele deutsche und ein paar internationale Internet-Geeks versammelten sich drei Tage lang und freuten sich am Ende über den ein oder anderen Artikel, der auch in den Printmedien davon berichtete. Bestes Wetter, größere Räumlichkeiten, neuer Besucherrekord – alle waren wir glücklich. Natürlich gab es diese kritischen Stimmen, die das Ganze als ein Treffen belangloser Labertaschen zum Synchron-Twittern beschrieben. Heute, am 20. Juni 2009 schaue ich zurück und denke, diese Einschätzung könnte sogar stimmen.
Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten
04. Mai
Bereits seit heute Vormittag, ist die Petition gegen Zensursula Netzsperren im Petitions-System des Bundestages erreichbar.
Bis zum 16.06. werden insgesamt 50.000 Mitunterzeichner der Petition benötigt, damit diese im Petitionsausschuss des Bundestages beworben wird. Innerhalb von 10 Stunden gab es heute zwar 10.000 Unterschriften, trotzdem ist dies kein Grund sich zurückzulehnen. Macht weiter Werbung dafür, bloggt es, twittert es und unterzeichnet alle fleißig die Petition! Auch wenn die Server manchmal wegen Überlastung etwas brauchen, gebt nicht auf. Und ja: Dazu muss man sich dort registrieren. Das ist aber auch der Sinn einer Petition, ist schließlich ein formaler Vorgang der auch vor Missbrauch geschützt werden soll – genau wie die Freiheit des Netzes und deshalb alle unterzeichnen!
Hier noch der Text der Petition:
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Und die Begründung:
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.
Es gibt auch eine Video-Aktion, die von Netzpolitik angeleiert worden ist. Nehmt dazu einfach euer Statement auf und stellt es auf YouTube mit dem Tag “zensursula” ein.
Zensursula
15. Apr
Netzpolitik sucht für die Mahnwache “Keine Scheuklappen fürs Netz” am Freitag noch Schablonen Zensurablonen. Was genau gefordert ist und damit gemacht werden soll, ist mir irgendwie noch unklar. Ich tippe auf schwarz-weiß Ausdrucke/Kopien. Wiedemauchsei – ich habe mich an den bisherigen vier Einsendungen orientiert und zwei weitere s/w-Vorlagen erstellt. Wünsche viel Erfolg am Freitag.
Hochauflösenderer Download der Dateien:
Wer selbst aktiv werden möchte, findet hier die Schriftart “Parole”, in der auch die Polit-Silhouetten integriert sind. Zensursula ist übrigens das $-Zeichen. Eine tolle Idee und guter Service der verantwortlichen.
Zum Schluß noch die Hard-Facts für Freitag:
Protestkundgebung gegen Internetsperren in einer freien Gesellschaft.
Am Freitag, den 17. April 2009
Zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr
Vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)
Reichstagufer 14 | U+S-Bhf. Berlin-Friedrichstraße



